Die 28 Jahre alte Pirovano, die bis vor zwei Wochen noch nicht mal auf dem Podest bei einem Weltcup-Rennen gestanden hatte, gewann mit 0,15 Sekunden Vorsprung vor Weltmeisterin und Olympiasiegerin Breezy Johnson (USA). Dritte wurde Kira Weidle-Winkelmann (+0,25 Sekunden), die am Ende ihrer besten Saison zum dritten Mal aufs Treppchen fuhr – im Abfahrtsweltcup aber hinter Johnson auf Rang vier zurückfiel.
Die Österreicherinnen waren alle eng beieinander. Ariane Rädler (+0,29) verpasste das Podest um vier Hundertstel, Cornelia Hütter (+0,80) wurde 8. Gerade einmal fünf Hundertstel trennen Nina Ortlieb (+1,08) und Mirjam Puchner (+1,13) auf den Plätzen 12 und 13.
Im Kampf um den Gesamtweltcup hat Aicher den Rückstand auf Mikaela Shiffrin (USA) von 140 auf 95 Punkte verkürzt – die Chancen auf die große Kristallkugel aber sind bei jetzt noch drei ausstehenden Rennen gesunken. Aicher müsste schon den Super-G am Sonntag gewinnen, um zunächst an Shiffrin vorbeizuziehen. Allerdings hat auch die US-Amerikanerin, im Riesenslalom und Slalom grundsätzlich besser als die Deutsche, ebenfalls einen Start im Super-G im Auge.
