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"Wahnsinnige" Flut: Gauff wehrt sich gegen Rassismus – Unterstützung von Becker

Aktualisiert
Coco Gauff meldete sich über X zu Wort
Coco Gauff meldete sich über X zu WortReuters / Maxim Shemetov

Coco Gauff hat bei den China Open die nächste Runde erreicht, musste sich nach ihrem 7:5, 6:1 gegen die 16-jährige Chinesin Sun Xinran aber mit heftigen Reaktionen im Internet auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stand eine Szene im ersten Satz, bei der die US-Amerikanerin einen Punkt unterbrach.

Gauff hob die Hand, als Sun gerade zu einem Winner ansetzen wollte, und machte damit auf eine flackernde Werbebande aufmerksam. Nach einer Videoüberprüfung entschied die Stuhlschiedsrichterin, den Punkt wiederholen zu lassen. Gauff gewann anschließend den neuen Ballwechsel und glich zum 5:5 aus, ehe sie die Partie gegen die Lokalmatadorin souverän für sich entschied.

Zum Match-Center: Coco Gauff vs. Sun Xinran

Nach der Partie sah sich Gauff in den sozialen Medien mit zahlreichen beleidigenden Nachrichten konfrontiert. Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin reagierte am Dienstag auf X auf einen rassistischen Kommentar und machte deutlich, dass Kritik an der Szene für sie nicht das Problem sei.

"Die Menge rassistischer Kommentare ist wahnsinn"

"Man kann mich nicht mögen oder anderer Meinung darüber sein, was passiert ist, ohne rassistisch zu sein", so Gauff. Anschließend schilderte Gauff das Ausmaß der Anfeindungen: "Die Menge rassistischer Kommentare und Direktnachrichten, die ich in den vergangenen Stunden erhalten habe, ist wahnsinnig."

Zudem stellte sie klar: "Und zuletzt: Ich bin weder eine Betrügerin noch eine Diebin." Die WTA und die Organisatoren des Turniers wurden von Reuters um eine Stellungnahme gebeten. Der Tennis-Weltverband arbeitet bereits gegen Online-Missbrauch und setzt dafür unter anderem ein KI-gestütztes System ein, das soziale Medien auf beleidigende Inhalte gegenüber Spielerinnen, Spielern und Offiziellen überwacht.

Boris Becker feierte die Topspielerin für ihre Courage. "Du bist eine stolze schwarze Frau, und wir lieben Dich. Kümmere Dich nicht um die Kommentare dieser ignoranten, dummen Leute und schau sie Dir nicht an", schrieb der dreimalige Wimbledonsieger an die Adresse der Weltranglistenvierten.

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