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US Open: Rybakina dreht Satzrückstand – Sabalenka zum vierten Mal in Folge im Finale

Elena Rybakina gewinnt ihr US-Open-Halbfinale gegen Coco Gauff.
Elena Rybakina gewinnt ihr US-Open-Halbfinale gegen Coco Gauff.KENA BETANCUR / AFP

Elena Rybakina hat am Donnerstag Moral bewiesen und nach einem Satzrückstand Coco Gauff mit 3:6, 6:4, 6:4 besiegt. Damit sicherte sie sich das Ticket für das US-Open-Finale gegen die zweimalige Titelverteidigerin Aryna Sabalenka, die ihrerseits erneut gegen Lieblingsgegnerin Jessica Pegula triumphierte.

Im Finale am Samstag wird Rybakina versuchen, Sabalenka einen weiteren Dämpfer zu verpassen – nachdem sie ihr bereits durch den Halbfinaleinzug die Nummer-eins-Position in der Weltrangliste abgenommen hat. "Ich habe das Gefühl, dass ich mein Spiel definitiv steigern, viel besser aufschlagen und aggressiver werden muss als heute", sagte Rybakina mit Blick auf das bevorstehende Duell.

Gauff wollte zum ersten Mal seit ihrem Finalsieg gegen Sabalenka 2023 wieder ins Endspiel einziehen und erwischte einen perfekten Start: Die Amerikanerin übernahm im ersten Satz mit einem Break zum 4:2 die Initiative, erhöhte souverän auf 5:2 und machte im neunten Spiel den ersten Durchgang zu.

Doch Rybakina schlug im zweiten Satz mit einem frühen Break zurück und zog auf 4:1 davon. Gauff kämpfte sich stark auf 4:4 heran, konnte aus ihrer Aufholjagd jedoch kein Kapital schlagen: Ein Doppelfehler im zehnten Spiel bescherte Rybakina zwei Satzbälle bei 15:40, von denen die Kasachin direkt den ersten nutzte und den Entscheidungssatz erzwang.

Zum Match-Center: Coco Gauff vs. Elena Rybakina

Der dritte Satz verlief ähnlich umkämpft. Gauff gab ihr Aufschlagspiel zum 3:5 ab und ließ Rybakina zum Matchgewinn servieren. Die Amerikanerin schaffte zwar postwendend das Re-Break zum 4:5, konnte nachlegen: Nach einem feinen Volley erarbeitete sich Rybakina bei 15:40 zwei Matchbälle. Gauff setzte schließlich einen Smash ins Aus und überließ ihrer Gegnerin den Sieg.

Gauff vs Rybakina: Matchstatistiken
Gauff vs Rybakina: MatchstatistikenFlashscore

"Es war so ein cooler dritter Satz – ich hatte das Gefühl, ich hatte ein bisschen Glück bei ihrem Aufschlag", sagte Rybakina anschließend. "Zwei, drei tiefe Returns, ein Fehler von ihr, dann ging alles ganz schnell. Es war ein echter Kampf."

Sabalenka schlägt Pegula erneut 

Aryna Sabalenka bleibt auf Kurs für ihren dritten US-Open-Titel in Folge. Die Belarussin stürmte mit einem klaren 7:5, 6:2-Erfolg gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula im Arthur Ashe Stadium ins Finale. Damit setzte sich Sabalenka erneut gegen Pegula durch, die sie bereits auf dem Weg zu ihren Triumphen 2024 und 2025 bezwungen hatte.

Die 28-Jährige möchte sich nun in eine Reihe mit Chris Evert und Serena Williams einreihen – den einzigen Spielerinnen der Open Era, die drei US-Open-Titel in Serie gewinnen konnten. Gegen Pegula überzeugte sie mit einem dominanten Aufschlagspiel sowie kraftvollen Grundschlägen und beendete deren Traum vom ersten Grand-Slam-Titel.

"Ich bin super glücklich, dass ich so Tennis spielen konnte", sagte Sabalenka, die sieben Asse und 29 Winner schlug. "Ich wollte unbedingt gewinnen. Ich habe es mir so sehr gewünscht."

Im ersten Durchgang gaben sich beide Spielerinnen bei eigenem Aufschlag kaum eine Blöße. Sabalenkas Frust darüber, gegen Pegulas Service zunächst keinen Zugriff zu bekommen, entlud sich zwar in Achselzucken und einem geworfenen Schläger, doch sie blieb fokussiert. Beim Stand von 6:5 geriet Pegula unter Druck und lag 0:40 zurück. Den ersten Satzball wehrte die Amerikanerin noch ab, beim zweiten übernahm Sabalenka mit einer krachenden Rückhand das Kommando und zwang Pegula zum entscheidenden Fehler ins Netz.

Sabalenka vs Pegula: Matchstatistiken
Sabalenka vs Pegula: MatchstatistikenFlashscore

Im zweiten Satz blieb Sabalenka am Drücker, attackierte konsequent Pegulas anfälligen zweiten Aufschlag und erarbeitete sich das Break zum 3:1. Den Matchgewinn machte sie schließlich mit einem weiteren Break perfekt, als sie beim Matchball erneut eine dominante Vorhand auspackte.

Für Pegula bedeutete das Aus die nächste bittere Enttäuschung bei einem Major: Sie unterlag Sabalenka bereits im US-Open-Finale 2024 sowie im Halbfinale des Vorjahres. Sabalenka hingegen geht mit gewaltigem Selbstvertrauen ins Endspiel am Samstag. Ihre Führung in der Weltrangliste wird sie allerdings nach diesem Turnier an Rybakina abgeben – selbst wenn sie den Titel holt.