"Ich bin bereit für den Kampf. Ich bin bereit, alles für den Sieg zu tun", sagte Sabalenka vor dem mit Spannung erwarteten Frauen-Finale im Arthur Ashe Stadium am Samstag (22.00 Uhr MESZ/Sky und Sporteurope.TV). Schon vor dem Kracher zwischen den beiden weltbesten Tennisspielerinnen ist klar: Die Kasachin Rybakina (27) wird Sabalenka (28) am Montag vom Thron stürzen und zur neuen Nummer eins der Welt aufsteigen. Aber beendet sie zuvor auch die Titel-Herrschaft der Belarussin in New York?
Sabalenka könnte beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres als erste Spielerin seit US-Ikone Serena Williams (2012 bis 2014) dreimal nacheinander triumphieren, seit 2023 ist sie im Big Apple ungeschlagen.
Sabalenka sei eine "unglaubliche Spielerin", sagte Rybakina nach ihrem hart erkämpften 3:6, 6:4, 6:4-Halbfinalerfolg gegen US-Publikumsliebling Coco Gauff, "ich muss mein Level nochmal steigern". Dass sie Sabalenka in einem Major-Finale schlagen kann, hat die Wimbledon-Siegerin von 2022 erst im Januar bei den Australian Open in Melbourne bewiesen.
Zum Match-Center: Aryna Sabalenka vs. Elena Rybakina
Nun kommt es zum insgesamt dritten Grand-Slam-Finale zwischen den beiden aufschlagstarken Profis mit dem druckvollen Grundlinienspiel. Sabalenka hatte 2023 mit einem Finalsieg gegen Rybakina in Melbourne ihren ersten von mittlerweile vier Grand-Slam-Titeln gefeiert. Durch die schmerzhafte Niederlage in Australien in diesem Jahr und den bevorstehenden Verlust der Nummer eins am Montag ist die Sehnsucht bei Sabalenka nach einer Genugtuung riesig.
Sabalenka über Rybakina: "Dagegen konnte ich nicht viel tun"
"Ich bin selbstbewusst und fühle mich im Moment sowohl geistig als auch körperlich wirklich stark", sagte Sabalenka, die ein durchwachsenes Jahr hinter sich hat, nach ihrem souveränen 7:5, 6:2-Halbfinalsieg gegen die Weltranglistendritte Jessica Pegula (USA).
Als Titelverteidigerin kann sie ihre Weltranglistenpunktzahl in New York nicht steigern, Rybakina gewinnt hingegen nach einem Achtelfinal-Aus im Vorjahr deutlich Zähler hinzu. In die Wertung fließen die Ergebnisse des ganzen Jahres ein. "Elena hat die Führung übernommen und wirklich gut gespielt, sie hat mir den ersten Platz weggenommen. Aber dagegen konnte ich nicht viel tun", sagte Sabalenka.
Sie könne sich nur auf sich selbst konzentrieren, so die Belarussin: "Und vielleicht hole ich mir den Platz von ihr zurück." Dafür wäre der US-Open-Triumph am Samstag ein guter Anfang.
