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Frauen dienen als Vorbild: Tiafoe träumt groß nach US-Open-Viertelfinalsieg

Frances Tiafoe feiert seinen Viertelfinalsieg bei den US Open.
Frances Tiafoe feiert seinen Viertelfinalsieg bei den US Open.REUTERS/Mike Segar TPX IMAGES OF THE DAY

Frances Tiafoe hat nach seinem jüngsten Auftritt bei den US Open noch lange nicht genug. Am Dienstag kämpfte sich der US-Amerikaner in einem nervenaufreibenden Fünf-Satz-Match ins Halbfinale und bewies beim letzten Grand Slam des Jahres einmal mehr seine enormen Kämpferqualitäten. Es ist bereits sein dritter Einzug unter die letzten Vier in New York.

Der an Nummer 11 gesetzte Lokalmatador hat den Fans im Arthur Ashe Stadium schon so manchen unvergesslichen Moment beschert – von seinem legendären Triumph über Rafael Nadal auf dem Weg ins Halbfinale 2022 bis hin zum spektakulären Erfolg gegen seinen Landsmann Ben Shelton zwei Jahre später. Doch der diesjährige Cincinnati-Finalist ist bereit, nach der spektakulären Aufholjagd gegen Alex Michelsen ein neues Kapitel zu schreiben.

Zum Match-Center: Alex Michelsen vs. Frances Tiafoe

"Ich bin einfach ein anderer Mensch geworden", erklärte Tiafoe, der im Halbfinale nun auf seinen Landsmann Ben Shelton trifft. "Die beiden Halbfinal-Teilnahmen waren großartig und Erinnerungen fürs Leben, aber ich bin nicht mehr derselbe Spieler wie 2022 oder 2024. Ich bin gespannt, was diese neue Version von mir erreichen kann."

Zugleich blickt er fokussiert nach vorne: "Ich habe höhere Ansprüche an mich selbst. Es fühlt sich toll an, aber das Turnier ist noch nicht vorbei. Es liegt noch viel Arbeit vor mir, viele Sätze und eine hohe physische Belastung. Wir genießen den Moment, müssen jetzt aber genau so weitermachen."

Tiafoe orientiert sich an US-Frauen

Während Tiafoe weiter marschiert, begleitet ihn – wie alle US-Profis – die lange Durststrecke der amerikanischen Herren bei den Major-Turnieren. Seit Andy Roddicks Triumph in New York vor 23 Jahren warten die heimischen Fans vergeblich auf einen Grand-Slam-Champion bei den Herren.

"Bei den Frauen läuft es schon seit Ewigkeiten hervorragend, das ist nichts Neues", sagte Tiafoe mit einem breiten Grinsen und verwies auf die Erfolge seiner Kolleginnen. "Aber auch wir Männer schlagen uns immer besser. Einer von uns schaffte es bei den Grand Slams zuletzt immer weit. Ich hoffe, dass wir es diesmal ganz nach oben schaffen – das ist am Ende des zweiwöchigen Weges das große Ziel. Es wäre der nächste logische Schritt."