Österreich hat den Job erledigt! Das ÖFB-Team steht nach einem 3:3-Unentschieden gegen Algerien als Tabellenzweiter im Sechzehntelfinale und trifft dort auf Spanien. Nach einem abwechslungsreichen Spiel wurde es in der Schlussphase komplett wild: Beide Mannschaften einigten sich zunächst auf das 2:2, ehe Riyad Mahrez (90.+4) Algerien wie aus dem Nichts in Führung brachte und Österreich damit vorzeitig aus dem Turnier kickte. Aber Sasa Kalajdzic (90.+6) hatte das letzte Wort und glich mit Abpfiff zum 3:3 aus, was das Weiterkommen beschert. Auch die Wüstenfüchse stehen durch das Unentschieden in der nächsten Runde.
Das Spiel war zu Beginn von Zweikämpfen geprägt, beide Mannschaften gingen zunächst auf Sieg statt sich auf ein Unentschieden zu verlassen. Spielerisch war aber von beiden Mannschaften nicht viel geboten.
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Algerien antwortet zweimal auf ÖFB-Führungen
Dementsprechend fiel die Führung für das ÖFB-Team nach einer knappen halben Stunde etwas aus dem Nichts: David Alaba hebelte die Viererkette mit einem langen Ball auf Marko Arnautovic (28.) aus, der vor Oussama Benbot cool blieb und den Ball am algerischen Torhüter vorbei wurschelte.
Doch die Führung weckte Algerien auf: Plötzlich kamen die Wüstenfüchse ins Spiel und entfachten mit mehreren Angriffen eine Druckphase. Ibrahim Maza (32., 36.) kam zu guten Gelegenheiten, Fares Chaibi (40.) traf nach einem Schuss aus 18 Metern nur die Stange. Noch vor der Pause war es dann Rafik Belghali (45.), der sich stark durchsetzte und Alexander Schlager überwand. Nicolas Seiwald (45.+2) hatte wenig später zwar die Chance zum Ausgleich, dessen Abschluss aus aussichtsreicher Position wurde allerdings geblockt.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieben beide Teams auf dem Gaspedal. Die Burschen setzten den ersten Stich durch Marcel Sabitzer (55.), der eine starke Hereingabe von Konrad Laimer von der Strafraumgrenze ins rechte Eck einschweißte. Doch die erneute Führung hielt nur fünf Minuten, Riyad Mahrez (60.) stand nach einem guten Angriff über Houssem Aour goldrichtig und glich zum 2:2 aus.
Kuriose Schlussphase bringt Drama pur
Bis zur Trinkpause kam Österreich durch Seiwald und Kevin Danso noch zu Abschlüssen, in der Folge war aber deutlich zu beobachten, dass beide Teams mit dem Unentschieden - und damit dem beidseitigen Weiterkommen - gut leben konnten. Österreich nahm komplett das Risiko raus und beschränkte sich auf das Verteidigen, während Algerien noch die aktivere Mannschaft war, aber ebenfalls nicht viel wagte.
So waren in der Schlussphase Zweikämpfe Mangelware, das Spiel plätscherte im Mittelfeld aus, ehe Mahrez aus dem Nichts ganz Österreich schockte. Letztlich war das aber nur eine Randnotiz, weil eine Hereingabe von Sabitzer Gregoritsch in die Mitte verlängerte, wo der gerade erst eingewechselte Kalajdzic einlief und zum extrem umjubelten Ausgleich einköpfte.
