Infantino hatte sich zuletzt offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt. "Das müssen wir", sagte der umstrittene Boss des Weltverbandes beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine Rückkehr Russlands geprüft werden müsse: "Auf jeden Fall – zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen."
Diese Einlassung hatte heftige Kritik aus der Ukraine ausgelöst. Außenminister Andrii Sybiha bezeichnete Infantino als "moralisch degeneriert". Lob für Infantinos Vorstoß kam aus dem Kreml. Kurz nach Russlands völkerrechtswidrigem Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hatten die FIFA und die UEFA ihre laufenden Wettbewerbe für russische Teilnehmer gesperrt.
Nach Ansicht Ceferins wurden die Aussagen Infantinos "grundlos zu groß" gemacht. Der 58-Jährige gab Infantino sogar teilweise recht. "Natürlich sollten wir uns die Sache ansehen", äußerte der Slowene.
Shevchenko lädt Infantino ein
Der ukrainische Fußball-Verbandschef Andriy Shevchenko lud Infantino in das kriegsgeplagte Land ein. "Wir warten darauf, dass er in die Ukraine kommt", sagte der frühere Starspieler dem norwegischen Medium Idrettspolitikk, am Tag vor dem Kongress habe er sich mit dem Schweizer getroffen: "Er hörte zu. Ich konnte meine wichtigsten Punkte darlegen. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, sie zurückzuholen oder ihnen vorzuschlagen, zurückzukommen."
