Signal senden in Madrid: Zverev nach Sorgen um seinen Hund gefordert

Noch fehlt Zverev die nötige Konstanz, um ganz oben mitzuspielen
Noch fehlt Zverev die nötige Konstanz, um ganz oben mitzuspielenREUTERS/Michaela Stache

Ein Unfall seines Hundes beeinträchtigte den 29. Geburtstag von Alexander Zverev. Nun will sich der deutsche Topspieler dennoch beim Masters in Madrid auch für die French Open in Stellung bringen.

Alexander Zverev hat sorgenvolle Tage hinter sich. "Wir hatten einen Unfall mit unserem Hund", sagte der deutsche Tennisstar kurz vor seinem Start beim Masters in Madrid: "Es war keine schöne Zeit." Den großen Schreck in München, der auch seinen 29. Geburtstag beeinträchtigte, muss Zverev offensichtlich noch verdauen.

"Jetzt bin ich hier und versuche auch, das Turnier gut zu spielen", sagte der Weltranglistendritte aber im Sky-Interview, in dem er keine genaueren Angaben zur Verletzung seines Vierbeiners machte. Stattdessen richtete er den Fokus auf das Event in der spanischen Hauptstadt, bei dem er in Abwesenheit des verletzten Carlos Alcaraz ein Signal an die Konkurrenz senden will. Auch im Hinblick auf die French Open in Paris.

Sandplatz-Form noch nicht gefunden

"Ich finde, dass ich immer noch ein bisschen meine Form auf diesem Belag finden muss", sagte Zverev: "Generell bin ich guter Zuversicht, dass es auch weiterhin besser werden wird."

Dann hat der Hamburger beste Aussichten, in Madrid weit zu kommen. Dass ihm die schnellen Bedingungen in fast 700 Metern Höhe über dem Meeresspiegel liegen, hat Zverev schon bei seinen Titelgewinnen 2018 und 2021 bewiesen, vor vier Jahren erreichte er zudem das Finale.

Nach zuletzt vier Halbfinalniederlagen in Serie auf der Tour – drei davon gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner – lechzt Zverev nun wieder nach einem Titel.

Spätestens im Halbfinale war für Sascha bislang Endstation
Spätestens im Halbfinale war für Sascha bislang EndstationFlashscore

Petkovic: Zverev "spielt das beste Tennis seines Lebens"

Experten wie Boris Becker und Andrea Petkovic sehen die deutsche Nummer eins trotz des jüngsten sportlichen Dämpfers in München auf einem guten Weg. "Insgesamt ist die Form von Sascha Zverev sehr konstant, bis zum Halbfinale eigentlich immer absolute Weltklasse", sagte Becker dem SID: "Und dann passiert irgendetwas."

Petkovic zeigte sich überzeugt, dass weitere Erfolge des deutschen Aushängeschilds nur eine Frage der Zeit sind. "Ich glaube, er spielt das beste Tennis seines Lebens", sagte die einstige Weltranglistenneunte dem SID. Selbstredend seien Sinner, der in Madrid seinen fünften Masterstitel in Folge gewinnen könnte, und ein fitter Alcaraz aktuell "das Nonplusultra" auf der Tour.

Wenn Zverev aber an seinem aggressiveren Spielstil dranbleibe, "dann bin ich überzeugt, dass sich irgendwo ein Weg für ihn ergeben wird", sagte Petkovic. Sie meinte damit eine Grand-Slam-Chance. In Madrid gilt es nun aber erstmal für ihn, sich in Stellung zu bringen.