Cilic, der sich 2014 den Titel in New York gesichert hatte, war zunächst in allen Belangen der bessere Spieler. Er verwandelte nach 2:01 Stunden schließlich seinen ersten Matchball. Altmaiers zartes Aufbäumen im dritten Satz war zu wenig.
"Daniel ist nicht so gut in die Saison gestartet. Aber bei den Grand Slams schafft er es immer, noch einen Gang hochzuschalten", hatte Bundestrainer Michael Kohlmann vor der Partie gehofft, doch es kam anders. Altmaier legte in den ersten beiden Sätzen eine bedenkliche Körpersprache an den Tag.
Erst nach 90 Minuten gewann er das erste Spiel im Match und verhinderte damit eine historische Schmach. Seit den French Open 1993 hat kein Spieler mehr einen sogenannten "Triple Bagel" - eine Niederlage ohne eigenen Spielgewinn - in der Hauptrunde eines Grand Slams hinnehmen müssen.
Zum Match-Center: Altmaier vs. Cilic
Angefeuert von einigen deutschen Fans auf dem kleinen Court 8 verbesserte sich Altmaier hintenraus immerhin kämpferisch, konnte aber nicht mehr zurückschlagen. Auch bei den ATP-Turnieren in Adelaide und Brisbane war er bereits an der Auftakthürde gescheitert.
