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nicht vor 9:30 Uhr: Carlos Alcaraz vs. Novak Djokovic
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6:00 Uhr - VORSCHAU ALCARAZ vs. DJOKOVIC - Novak Djokovic weiß genau, wie er seine Emotionen kontrolliert, selbst wenn er stundenlang geduldig unter der Rod Laver Arena wartet, während sich ein Halbfinale in die Länge zieht. Dehnen, Kartenspiele und Atemübungen helfen, die Spannung zu kanalisieren, ohne zu viel Energie zu verlieren. Diese Routine war notwendig an einem Tag, der von außergewöhnlicher Dauer und Dramatik geprägt war und in dem Geduld ebenso wichtig war wie körperliche Frische.
Der Blick richtete sich dabei unweigerlich auf Carlos Alcaraz, der sich als Nummer eins der Welt mit einem Sieg über Alexander Zverev erstmals ins Finale der Australian Open spielte. Weder Djokovic noch Jannik Sinner konnten ignorieren, was sich auf dem Platz abspielte, zumal nur wenige erwartet hatten, dass Djokovic später selbst als letzter Herausforderer des Spaniers hervorgehen würde. Zwei epische Halbfinals, eines über fünf Stunden und 27 Minuten, das andere über vier Stunden und neun Minuten, machten diesen Tag zu einem besonderen Kapitel der Turniergeschichte.
Im Finale kommt es nun zu einem generationsübergreifenden Duell mit 16 Jahren Altersunterschied. Djokovic, an Position vier gesetzt, steht nach dem Ende einer Serie von fünf Niederlagen gegen Sinner kurz vor seinem 25. Grand-Slam-Titel und dem elften in Melbourne. Ein Sieg würde ihn zum ältesten Grand-Slam-Champion der Open-Ära machen und ein weiteres Ausrufezeichen hinter eine ohnehin außergewöhnliche Karriere setzen.
Auf der anderen Seite steht mit dem 22-jährigen Alcaraz ein Spieler, der Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive schreiben kann. In seinem ersten Finale bei den Australian Open fehlt ihm nur noch ein Sieg zum Karriere-Grand-Slam, den er als jüngster Spieler erreichen würde. Für ihn ist der Norman Brookes Challenge Cup das letzte Puzzleteil, das er höher bewertet als mögliche weitere Major-Titel in der Zukunft.
Ehemalige Champions und Finalisten zeigten sich beeindruckt von der Entwicklung beider Finalisten an entgegengesetzten Enden ihrer Laufbahnen. Während Alcaraz’ Jugend und Unbekümmertheit den Druck abzufedern scheinen, wird Djokovics Fähigkeit hervorgehoben, auch mit fast 39 Jahren Motivation, Fitness und Fokus auf höchstem Niveau zu halten. Besonders die großen Bühnen scheinen beide zusätzlich zu beflügeln.
Für Djokovic geht es nun vor allem darum, rechtzeitig zu regenerieren. Der Walkover in der vierten Runde und der Rückzug seines Gegners im Viertelfinale verschafften ihm wertvolle Erholungstage, die im Hinblick auf Sonntag entscheidend sein könnten.
Das Finale der Australian Open 2026
nicht vor 9:30 Uhr: Carlos Alcaraz vs. Novak Djokovic
