Krämpfe und Hitze-Drama: Jannik Sinner taumelt ins Achtelfinale

Sein Körper machte Sinner beinahe einen Strich durch die Rechnung
Sein Körper machte Sinner beinahe einen Strich durch die RechnungMarcin Cholewinski/ZUMA Press Wire / Shutterstock Editorial / Profimedia

Drama in der dritten Runde: Jannik Sinner ist mit dem Schrecken davongekommen und hat von starken Krämpfen geplagt das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Gegen den anfangs groß aufspielenden US-Amerikaner Eliot Spizzirri quälte sich der Italliener zu einem 4:6, 6:3, 6:4, 6:4.

Nach intensiven 3:45 Stunden verwandelte Sinner seinen zweiten Matchball gegen die Nummer 85 der Welt. "Ich hatte körperliche Probleme und bin sehr froh, gewonnen zu haben. Ich hoffe, das kann mir einen Push für die nächste Runde geben", sagte der Südtiroler.

Der Weltranglistenzweite hatte bei Temperaturen von über 35 Grad in der australischen Metropole augenscheinlich mit der großen Hitze zu kämpfen.

Sinner jubelt über einen hart erkämpften Sieg
Sinner jubelt über einen hart erkämpften SiegDAVID GRAY / AFP

Nachdem es am Anfang auch spielerisch überhaupt nicht gelaufen war, ließ er Mitte des dritten Satzes den Physio kommen und sich an den Unterschenkeln behandeln – doch es wurde zunächst noch schlimmer. Er hatte danach mit Krämpfen am gesamten Körper zu kämpfen.

Match-Center: Eliot Spizzirri vs. Jannik Sinner

Sinner ehrlich: "Ich hatte wirklich Glück"

Als es für Jannik Sinner düster aussah und sogar eine vorzeitige Aufgabe realistisch schien, hatte er großes Glück. Wegen der extremen Hitze griff die offizielle "Heat Rule" des Veranstalters. Während auf den Außenplätzen vorerst gar nicht mehr gespielt werden durfte, musste in der Rod Laver Arena das Dach geschlossen werden.

"Es startete mit den Beinen und ging dann in die Arme über. Dann habe ich überall gekrampft", erklärte Sinner: "Ich hatte wirklich Glück mit der 'Heat Rule'. Mit der Zeit wurde es besser und besser."

Nach der kurzen Pause schnappte sich Sinner ein Break, dehnte erneut seine Muskeln und holte sich danach den dritten Satz. Im Anschluss blieb es eng, doch Sinner bewahrte einen kühlen Kopf: "Tennis ist ein sehr mentales Spiel. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und einen Weg zu finden. Das ist mir gelungen.

Nun wartet auf den Südtiroler am Montag ein Duell mit seinem Landsmann Luciano Darderi. In Melbourne peilt der Titelverteidiger seinen Hattrick an.

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