Zverev war am Dienstag mit einem überzeugenden Viersatzsieg gegen den US-Amerikaner Learner Tien zum vierten Mal in die Vorschlussrunde von Melbourne eingezogen. Durch die Halbfinals der Frauen am Donnerstag müssen die deutsche Nummer eins und der Weltranglistenerste Alcaraz einen Tag länger als bei einem Major-Turnier üblich auf ihr nächstes Match warten.
Match-Center: Alcaraz vs. Zverev
Zverev trainierte am Mittwochmorgen (Ortszeit) und wirkte dabei gewohnt entspannt. "Aber du kannst die Gedanken nicht ausblenden: Was passiert, wenn ich gegen Alcaraz am Freitag ran muss", sagte der zweimalige Turniersieger Becker: "Was macht der Kopf, das ist für mich die Frage."

Zverev geht als leichter Außenseiter in das Duell mit dem spanischen Ausnahmekönner, auch wenn die Bilanz bei 6:6 steht. "Wir sind im Halbfinale von einem Grand Slam", sagte Zverev: "Da wird es kein einfaches Spiel geben."
Freiluft oder Halle?
"Wenn er so spielt wie gegen Tien im Viertelfinale – dieses proaktive – und auch mal unter Druck ans Netz kommt, dann wird er gewinnen", sagte Becker bei Eurosport im Rückblick auf das Spiel gegen den US-Amerikaner Learner Tien.
"Ich bin selbstbewusst. Sascha hat momentan die Form, Alcaraz zu schlagen", führte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger aus: "Körperlich ist er topfit. Spielerisch spielt er sein bestes Tennis. Ich hoffe, er bleibt cool."
Becker sieht aber auch mögliche Stolperfallen. So könnten die Bedingungen in der voraussichtlich offenen Rod Laver Arena Alcaraz in die Karten spielen. "Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass es ein Freiluft-Match ist. Bei Freiluft-Turnieren ist Alcaraz eigentlich der Bessere", sagte Becker, fügte aber an: "Ich glaube, Sascha Zverev hat die Form seines Lebens. Die Zeit läuft so ein bisschen weg. Wenn er jetzt die Chance hat, sollte er das tun."
