Nur vier Punkte aus drei Spielen. Früh liegt Bayer Leverkusen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nach dem Stotterstart in der Bundesliga regiert der Frust.
"Natürlich tut es weh", monierte Torjäger Patrik Schick mit Blick auf die magere Ausbeute. Trotz Transferausgaben in Höhe von 160 Millionen Euro kommt Leverkusen bislang nicht in Fahrt. Die Mannschaft von Trainer Carles Martínez sucht zu Saisonbeginn nach ihrer Stabilität. Helfen soll dabei nun die Rückkehr auf die internationale Bühne.

In der Europa League will sich die Werkself den Ärger von der Seele schießen. Zum Auftakt in die Ligaphase wartet am Mittwoch (21 Uhr/RTL und Sky) der slowenische Meister NK Celje. "Die Europa League ist ein sehr wichtiger Wettbewerb", sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes und gab die Marschroute vor: "Wir haben ein Heimspiel, und da müssen wir alles zeigen."
Match-Center: Leverkusen vs. Celje
Verlorenes Finale "tut immer noch weh"
In Leverkusen sind die Erinnerungen an die letzten Auftritte im zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb präsent. Nach dem Halbfinal-Aus 2023 gegen die AS Rom verpasste die Werkself zwölf Monate später mit der Endspielniederlage gegen Atalanta Bergamo das mögliche Triple.
"Das verlorene Finale gegen Bergamo tut immer noch weh", sagte Geschäftsführer Fernando Carro im RTL/Sky-Interview: "Im Spanischen sagt man: 'A la tercera va la vencida' – beim dritten Versuch klappt es. Wir können und wollen diesen Titel gewinnen."

Aussetzer müssen minimiert werden
Mit Martínez an der Seitenlinie nimmt die Mannschaft den nächsten Anlauf, und die Lust auf eine weitere Finalteilnahme ist riesengroß. Schließlich heißt der Sehnsuchtsort in diesem Jahr Frankfurt – ein Katzensprung für Team und Fans.
Doch bis zum Endspiel Ende Mai ist es noch ein langer Weg, zuvor muss die Werkself dringend ihre eigenen Probleme in den Griff kriegen. Aussetzer wie in Augsburg (2:2), als die Mannschaft binnen fünf Minuten einen Doppelschlag kassierte und nur dank eines späten Schick-Treffers einen Punkt rettete, muss Bayer abstellen.
"Wir hätten uns stärker belohnen müssen. Aber dafür musst du in allen Situationen 90 Minuten da sein", sagte Rolfes: "Wenn wir diese Konzentration und diese Galligkeit in jeder Situation haben, sind wir eine starke Mannschaft und werden viele Punkte holen."
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