Pidcock hatte sich in einer Kurve komplett verschätzt und war bei hoher Geschwindigkeit von etwa 60 km/h von der Straße abgekommen. In der Folge stürzte er über den Berghang – ein Unfall, der schnell schlimme Folgen hätte haben können. Auch der Deutsche Georg Steinhauser war verwickelt, konnte das Rennen aber fortsetzen und landete auf dem 61. Platz.
Pidcock steigt aus Rennen aus
Nach der Etappe schilderte Pidcock den Vorfall eindrücklich: "Ich habe auf der Abfahrt getrunken und eine Kurve falsch eingeschätzt. Ich bin zu schnell reingefahren und dann die Böschung hinuntergestürzt. Es war wie einer dieser Horror-Stürze, die man manchmal sieht, aber mir geht es gut."
Trotz des heftigen Sturzes gelang es seinem Team, ihn zu lokalisieren. Pidcock erhielt ein neues Rad und setzte das Rennen fort. Am Ende überquerte er die Ziellinie mit deutlichem Rückstand: Platz 116, 29:04 Minuten hinter dem dänischen Etappensieger Jonas Vingegaard. "Ich hatte Glück, dass ich über Funk sprechen konnte. Ich war weit weg von der Straße, niemand wusste, dass ich dort lag", so der 26-Jährige, der sich nach dem Sturz dennoch von der Volta a Catalunya zurückzog.
'Ninja-Crasher' kommt wohl heil davon
Für den Briten stand nach dem Rennen jedoch nicht das sportliche Ergebnis im Fokus, sondern die pure Erleichterung: "Ich habe ein Leben verloren", sagte er mit ein wenig Galgenhumor: "Ich bin froh, dass ich die Etappe zu Ende fahren konnte. Ich nenne mich jetzt einen 'Ninja-Crasher'. Ich bin mit 60 Stundenkilometern über einen Berghang geflogen und es geht mir verhältnismäßig gut."
Erste Untersuchungen nach dem Rennen ergaben keine Hinweise auf schwerwiegende Verletzungen. Dennoch soll Pidcock am Freitagabend weitere medizinische Checks durchführen lassen. Ein finales Update zu seinem Zustand wird im weiteren Rennverlauf erwartet.
