Der erst 19 Jahre alte Seixas (Decathlon CMA CGM), der am Montag bereits das Auftakt-Zeitfahren gewonnen hatte, triumphierte nach einer beeindruckenden Show als Solist mit 1:25 Minuten Vorsprung auf eine siebenköpfige Verfolgergruppe um Lipowitz. "Vielleicht war es etwas ambitioniert, so früh zu attackieren. Nach zwei oder drei Minuten habe ich es schon bereut, aber dann hatte ich keine Wahl, das bis zum Ende durchzuziehen", sagte Seixas, der 25 km vor dem Ziel angegriffen hatte.
Platz zwei sicherte sich auf dem Teilstück, dessen Hauptschwierigkeit der Anstieg nach San Miguel de Aralar (1. Kategorie) rund 20 km vor dem Ziel war, der Däne Mattias Skjelmose vom deutschen Team Lidl-Trek vor Lipowitz' Teamkollege Primoz Roglic.
In der Gesamtwertung führt Seixas mit beeindruckenden 1:59 Minuten Vorsprung auf Roglic, Lipowitz (+2:08) ist Dritter. Die für das sehr anspruchsvolle Etappenrennen eher moderate dritte Etappe führt am Mittwoch über 152,8 km, zwischen dem Start und der Zieleinfahrt in Basauri sind knapp 2900 Höhenmeter zu bewältigen.
Landas Giro-Start nach Sturz fraglich
Lipowitz, im Vorjahr Gesamtvierter im Baskenland, hatte das Rennen nach seinem starken Auftritt bei der Katalonien-Rundfahrt (Platz drei) kurzfristig ins Programm genommen. Roglic triumphierte 2018 und 2021 im Baskenland. Überschattet wurde die Etappe von einem schweren Sturz des Basken Mikel Landa. Der 36 Jahre alte Kapitän des Teams Soudal-Quick Step kam rund zehn Kilometer vor dem Ziel zu Fall und blieb unter sichtlichen Schmerzen auf dem Asphalt liegen. Im Vorjahr war der frühere Dritte des Giro d'Italia auf der erste Etappe der Italien-Rundfahrt schwer gestürzt und war drei Monate lang ausgefallen. Nun ist sein Start beim Giro (ab dem 8. Mai) erneut fraglich.
Bei einem weiteren Zwischenfall am Dienstag wurde kurz vor dem Ziel nur wenige Sekunden vor Seixas' Vorbeifahrt ein Zuschauer auf der Straße von einem Begleitmotorrad angefahren.
