Am zweiten Tag nach der offiziellen Eröffnung war es soweit - Sabine Payer und Benjamin Karl holten im Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder die ersten Medaillen für Rot-Weiß-Rot.
Die Kärntnerin sicherte sich in einem enorm spannenden Bewerb die Silbermedaille. Im Finale gegen die 22-jährige Tschechin Zuzana Maderova unterliefen Payer zwei Fehler, weshalb sie Gold um 83 Hundertstel verpasste. Eine besondere Genugtuung für die 33-Jährige, die die letzten beiden Olympischen Spiele verpasste und immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Benjamin Karl, der sich am Weg ins Finale gegen Maurizio Bormolini (ITA), Andreas Prommegger (AUT) und Tim Mastnak (SLO) durchsetzte, gewann Gold. Im Finale besiegte er mit einem Husarenritt den Südkoreaner Kim Sangkyum (+0,19). Für den 40-jährigen Niederösterreicher ist es nach Silber bei Olympia 2010 in Vancouver, Bronze vier Jahre später in Sotschi und Gold 2022 in Peking bereits die vierte olympische Medaille.
Karls Jubel nach dem Sieg war grenzenlos und oberkörperfrei: "Ich habe das von Hermann Maier abgeschaut. Der hat sich einmal den Rennanzug vom Leib gerissen, beim Start hatte ich genug Zeit zu überlegen. Er war immer ein großes Vorbild von mir. Es war das erste Finale von mir, wo ich meine Emotionen unter Kontrolle hatte – da hatte ich einen großen Vorteil. Auch dass ich mir den Kurs aussuchen konnte."
