Das Traum-Achtelfinale ist perfekt! Nachdem Ronnie O'Sullivan sich gegen He Guiqiang keine Blösse gab, wartet in der nächsten Runde sein ewiger Rivale John Higgins.
O'Sullivan ging mit 7:2 komfortabel in den Nachmittag, hatte aber im ersten Frame des Tages Anlaufschwierigkeiten. Mehreren vergebenen Chancen O'Sullivans konnte He aber nur in 19 Punkte ummünzen, ehe er eine Safety verpatzte. Das Geschenk nahm "The Rocket" dankend an und entschied den Durchgang dank einer 62.
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O'Sullivan beendet Match mit Doppel-Century
Damit hatte O'Sullivan seinen Rhythmus gefunden: Im elften Frame war der Rekord-Weltmeister sogar lange auf Maximum-Kurs, ehe er nach neun Roten und acht Schwarzen auf Blau ausweichen musste. Für den Frame-Gewinn spielte das aber keine Rolle, ein 113er Century Break brachte ihm das 9:2.
Bei He war die Luft sichtlich raus, der Chinese bekam im finalen Frame nochmal Möglichkeiten, konnte aber nicht mehr als einen Punkt erzielen. So beendete O'Sullivan die Partie standesgemäß mit seinem zweiten Century Break (100) infolge.
O'Sullivan vor Duell mit Higgins: "Ich bin wohl eher der Außenseiter"
"Ein Duell der alten Hasen", entgegnete O'Sullivan angesprochen auf sein Achtelfinale mit Higgins bei der BBC. "Ich habe gerade gesagt, dass ich mich hier am Veranstaltungsort inzwischen irgendwie alt fühle, weil alle 22 oder 23 sind – es ist, als würde man in eine Kinderkrippe kommen. Aber wir sind immer noch dabei und versuchen unser Glück. Ich bin nicht mehr der Spieler, der ich einmal war, und werde es wahrscheinlich auch nie wieder sein, aber solange ich Spaß am Spiel habe … Ich fange wieder an, es zu genießen. Ich treffe die Bälle wieder besser, aber es reicht noch nicht, um solche Turniere zu gewinnen – ich bin auch ein bisschen auf Glück angewiesen", zeigte sich der stets selbstkritische O'Sullivan bescheiden.
Der Rekordweltmeister wollte von einer Favoritenrolle gegen Higgins nichts wissen. "John spielt gern gegen mich. Ich glaube, er spielt gegen mich besser als ich gegen ihn. In gewisser Weise bin ich wohl eher der Außenseiter, weil ich in den letzten drei Jahren kaum gespielt habe im Vergleich zu John. Er ist wahrscheinlich der Favorit." Das heiß erwartete Match startet am Samstagabend, gespielt wird dann ein Best of 25 in drei Sessions.
Si Jiahui verliert nach Führung den Faden
Auf dem Nebentisch trugen Si Jiahui und Hossein Vafei derweil ihre erste Session aus. Der gesetzte Chinese erwischte dabei den besseren Start und spielte gleich zu Beginn ein Century Break in Höhe von genau 100 Punkten. Auch der zweite Frame ging nach kleineren Breaks an Si.
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Im dritten Frame schaffte es dann auch Vafei auf die Anzeigetafel. Er verkürzte mit einem 65er Break auf 1:2. Doch der Ausgleich vor der Pause sollte ihm nicht gelingen, Si reichte zwar wie beim zweiten Frame nicht seine erste Chance, letztlich hatte Vafei aber keine wirkliche Chance.
Nach dem Midsession Intervall wendete sich das Blatt dann aber komplett. Si unterliefen viele Fehler, sowohl Safetys als auch lange Einsteiger gingen nicht mehr so leicht von der Hand. So schnappte sich Vafei Frame nach Frame und drehte das 1:3 in eine 6:3-Führung. Dabei spielte er unter anderem Breaks in Höhe von 81, 61, 60 und 110 Punkten. Sie ging in den finalen drei Frames bei der Punkteausbeute sogar komplett leer aus. Die Entscheidung zwischen den beiden folgt morgen.
