Welsh Open: Lisowski lässt Higgins im Decider alt aussehen - Hawkins wartet im Finale

Jack Lisowski
Jack LisowskiČTK / imago sportfotodienst / TAI CHENGZHE

Das Finale der Welsh Open steht fest. Nachdem sich Barry Hawkins am Nachmittag knapp gegen Wu Yize durchsetzt, zieht Jack Lisowski am Abend gegen John Higgins nach.

Beim Endspiel der Welsh Open erwartet die walisichen Fans ein rein britisches Finale. Barry Hawkins setzte sich mit 6:4 gegen Wu Yize im ersten Halbfinale durch, am Abend zog Jack Liswoski dank eines 6:5-Erfolgs gegen John Higgins nach.

Dabei erwischte Higgins den besseren Start und ging vor dem Midsession Intervall mit 3:1 in Führung. Wirklich glänzen konnte der Schotte aber nicht, nur im dritten Frame spielte er ein flüssiges Break, das nach 73 Punkten seinen Abschluss fand.

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Lisowski nutzt Higgins-Fehler im Decider eiskalt

Nach der Pause war das zähe Spiel aber auf Eis gelegt: Lisowski holte drei Frames in Folge und drehte den Rückstand mit Aufnahmen in Höhe von 95, 79 und 138 Punkten.

Higgins antwortete mit einem 82er Break und glich zum 4:4 aus. Nachdem Hawkins zwischenzeitlich wieder in Führung ging, stellte Higgins schnell wieder auf unentschieden - so musste der Decider her. In diesem hatte Higgins die erste gute Chance, verschoss jedoch einen machbaren Einsteiger und überließ Lisowski einen offenen Tisch. Dieser ließ sich daraufhin nicht zweimal beten und zog dank eines 78er Breaks ins Finale ein.

Dort wartet Hawkins, der gegen Wu schnell die Zeichen auf Finale stellte. Breaks von u.a. 72 und 66 Punkten halfen ihm dabei mit 4:1 in Führung zu gehen.

Zum Match-Center: Hawkins vs. Wu

Hawkins nutzt Wu-Patzer eiskalt

Doch der Chinese ließ sich davon nicht beirren und spielte anschließend Traum-Snooker: Ein 83er, 74er und 122er Break später hatte der 22-Jährige die Partie ausgeglichen. Anschließend war er sogar auf dem Weg zum 5:4, nach 59 Punkten musste er den Tisch allerdings räumen. Hawkins knabberte den Rückstand mit einem 37er Break zunächst etwas ab, nach einem taktischen Duell lochte er im Endspiel auf die Farben eine schwere Gelbe und gewann den Durchgang auf die finale Schwarze.

Im zehnten Frame hatte Wu eigentlich beste Chancen, verschoss nach vier Punkten aber eine leichte Schwarze vom Spot und kam in der Folge nicht mehr in den Frame zurück.