Masters: Decider-Drama zwischen Wilson und Robertson, White Wash im China-Duell

Kyren Wilson (vorne) beim Masters-Duell mit Neil Robertson (hinten).
Kyren Wilson (vorne) beim Masters-Duell mit Neil Robertson (hinten).Adam Davy, PA Images / Alamy / Profimedia

Drama pur beim zweiten Tag des Masters-Viertelfinals! Kyren Wilson und Neil Robertson liefern sich ein hochklassiges Duell, das Wilson erst im Decider für sich entscheiden kann. Am Nachmittag dagegen macht Wu Yize kurzen Prozess mit Landsmann Xiao Guodong.

Das Halbfinale des Masters steht fest! Nach Judd Trump und John Higgins, die das erste Duell der letzten vier am Samstag bestreiten, ziehen Wu Yize und Kyren Wilson in die Vorschlussrunde ein. Nachdem Wu am Nachmittag Landsmann Xiao Guodong mit 6:0 putzte, schlug Wilson in einem hochklassigen und dramatischen Match Neil Robertson mit 6:5.

Wilson erwischte dabei auch den deutlich besseren Start: Dank zwei Century Breaks (110, 105) und einer 59 ging er schnell mit 3:0 in Führung. Auch den vierten Durchgang hätte sich Wilson eigentlich schnappen müssen: Einen dramatischen Frame mit mehreren taktischen Duellen hätte er nach einer starken letzten Pinken mit einer einfachen Schwarzen entscheiden können, doch Wilson verschoss den mehr als machbaren Ball. Robertson nutzte das zu seinem ersten Frame-Gewinn des Abends.

Zum Match-Center: Wilson vs. Robertson

Kyren Wilson und Neil Robertson mit traumhaftem Snooker vor Decider-Drama

Nach dem Midsession Intervall stellte Wilson den ursprünglichen Vorsprung dank eines 66er Breaks allerdings wieder her. Doch dann schlug die Stunde des Australiers. Nach dem Gewinn eines weiteren taktisch geprägten Frames funktionierte das Breakbuilding erstmals im Match, so musste Wilson dabei zusehen, wie Robertson dank zwei Century Breaks (110, 107) und einer 65 sogar mit 5:4 in Führung ging. Auch im zehnten Frame hatte Robertson seine Chance, doch nach 14 Punkten musste er den Tisch wieder räumen, was Wilson mit einem 114er Century Break bestrafte.

Der Decider war dann eine wahre Nervenschlacht. Beide Spieler kamen nach mehreren misslungenen Splitversuchen nicht ins Break, beide Spieler mussten sich aus harten Snookern befreien. Entscheidend war dann ein verschossener langer Einsteiger von Robertson, der die angespielte Rote vor die Mitteltasche legte. Wilson spielte daraus ein Break bis zur letzten Roten, das zwar nicht die Partie entschied, Robertson aber dazu zwang, Foulpunkte forcieren zu müssen.

Mehr als ein Foul sprang dabei aber nicht heraus, so war es nicht nicht mehr als ein Verzweiflungsversuch, den Wilson letztlich im Endspiel auf die Farben auf Braun beendete. 

Wu Yize schlägt Xiao Guodong zu Null

Deutlich weniger Probleme hatte Wilsons Halbfinalgegner Wu am Nachmittag mit Xiao. Der 22-jährige Masters-Debütant war von Anfang an im Match und nutzte die Fehler seines Kontrahenten eiskalt aus. Wu startete das Match mit einem 112er Century Break und legte eine 93 nach, um in Windeseile mit 2:0 in Führung zu gehen.

Der dritte Frame war deutlich enger, doch Xiao verschoss beim Stand von 40:50 die letzte Rote auf dem Tisch, was Wu nutzte, um den Frame für sich zu entscheiden. Zwei Breaks in höhe von 60 und 54 Punkten brachten ihn vor dem Midsession Intervall mit 4:0 in Führung.

Zum Match-Center: Wu vs. Xiao

Nach der Pause hatte Xiao mal wieder eine Chance, scheiterte nach 35 Punkten aber wegen eines Stellungsfehlers. Wu ließ sich in der Folge nicht zweimal bitten und entschied den Durchgang mit einem 84er Break. Nur zehn Minuten später war das Match dann entschieden, Wu spielte zum Abschluss ein starkes 97er Break.