"Einfach krank": Prevc gewinnt auch Neujahrsspringen in Garmisch

Aktualisiert
Domen Prevc ist das Maß aller Dinge
Domen Prevc ist das Maß aller DingeAction Press / Shutterstock Editorial / Profimedia

Domen Prevc hat auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Oberstdorf-Gewinner Domen Prevc flog auf 143,0 und 141,0 m und darf nun sogar auf den Vierfach-Triumph hoffen. Dieses Kunststück ist in der Tournee-Geschichte bislang nur Sven Hannawald (2001/02), dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi aus Japan (2018/19) gelungen. Mit 619,8 Punkten liegt Prevc zur Tournee-Halbzeit bereits klar vor Hörl (584,8).

Domen Prevc siegte vor den beiden Österreichern Jan Hörl und Stephan Embacher und baute seine Führung in der Gesamtwertung der 74. Vierschanzentournee nach zwei Wettkämpfen aus.

"Das ist einfach krank. Es ist krass, wie groß Domens Vorsprung ist. Von seinem Fluggefühl kann ich nur träumen", sagte der siebtplatzierte Philipp Raimund im Anschluss über den Seriensieger aus Slowenien: "Das macht er einfach unglaublich schön. Ich habe ihn schon gefragt, ob er mir ein, zwei Tipps geben kann. Aber mit beiden habe ich bislang noch nicht anfangen können."

Als bester Deutscher landete Felix Hoffmann am Donnerstag auf Rang sechs, in der Gesamtwertung ist der Thüringer nun Vierter. Hoffmann unterstrich somit zum Start ins neue Jahr seine aktuelle Topform

DSV-Leistung "nicht optimal, aber sehr gut"

"Ich bin sehr zufrieden mit meinen beiden Vorfliegern. Es war nicht optimal, aber sehr gut", sagte der deutsche Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Dritter DSV-Adler im zweiten Durchgang war Pius Paschke (21.).

Für die deutschen Sorgenkinder endete der Wettkampf dagegen vorzeitig: Sowohl der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger (32.) als auch der ehemalige Skiflug-Weltmeister Karl Geiger (33.) verpassten ebenso den zweiten Durchgang wie Youngster Ben Bayer (43.).

Titelverteidiger Daniel Tschofenig, in Oberstdorf noch Zweiter, kam nicht über den neunten Rang hinaus und gab Rang zwei der Gesamtwertung an seinen Teamkollegen Hörl ab, Dritter ist nun Embacher. Stefan Kraft verabschiedete sich als 26. bereits aus dem Kreis der Tournee-Kandidaten.

Kurios: Timi Zajc wurde wie schon in Oberstdorf disqualifiziert. Der Slowene wurde noch vor seinem ersten Sprung aus dem Verkehr gezogen, erneut war sein Anzug am Bein zu groß – diesmal vier Millimeter. Beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf waren es noch drei Millimeter. Zajc erhält nach seiner zweiten Verwarnung zudem eine Rote Karte und ist beim Wettkampf in Innsbruck am Sonntag gesperrt.

Zajc bei einem seiner seltenen Sprünge in Garmisch
Zajc bei einem seiner seltenen Sprünge in GarmischPHILIPP GUELLAND / AFP