AdlerFlash: Prevc triumphiert auch im Skiflug-Weltcup

AdlerFlash: Prevc triumphiert auch im Skiflug-Weltcup
AdlerFlash: Prevc triumphiert auch im Skiflug-WeltcupNik Erik Neubauer / Zuma Press / Profimedia

Saisonfinale im Skisprung-Zirkus! Bevor die Athleten ihre verdiente Sommerpause antreten, standen beim Skifliegen in Planica noch zwei Einzelbewerbe und ein Teambewerb auf dem Programm. Wer sich die kleine Kristallkugel sicherte und wieso sich Stephan Embacher selbst aus dem Rennen nahm, erfährst du im AdlerFlash.

TOP - Domen Prevc krönt perfekte Saison

Domen Prevc lieferte am Freitag die nächste Flug-Show ab und setzte sich mit 20,1 Punkten Vorsprung auf den Japaner Ren Nikaido durch. Daniel Tschofenig komplettierte als Dritter das Podest. Am Sonntag brachte der 26-jährige Lokalmatador den Sieg im Skiflug-Weltcup dann in trockene Tücher. Prevc reichte dazu ein zweiter Platz hinter dem Norweger Marius Lindvik

 

 

"Es fühlt sich hervorragend an, und ich bin schon aufgeregt, was die neue Saison betrifft. Denn wir können es noch besser machen. Für heute bin ich glücklich, weil die Sprünge viel besser waren als gestern. Das war für mich der größte Sieg heute“, sagte der Saisondominator nach seinem nächsten Triumph.

FLOP - Stephan Embacher wird Prevc nicht gefährlich

Stephan Embacher kam als Führender im Skiflug-Weltcup nach Planica, doch das Wochenende meinte es nicht gut mit ihm. Im ersten Bewerb lag der ÖSV-Youngster zur Halbzeit nur auf Platz 9 und ging in der Entscheidung volles Risiko. Embacher erwischte einen super Sprung auf 240 Meter, kam aber bei der Landung zu Sturz. Er blieb bis auf den ersten Schock unverletzt.

 

Stephan Embacher kam bei der Landung zu Sturz
Stephan Embacher kam bei der Landung zu SturzArena Akcji / Sipa USA / Profimedia

 

Im letzten Springen am Sonntag hatte der 20-jährige Tiroler Pech mit den Windbedingungen und musste sich am Ende mit Platz 21 zufriedengeben. "Es ist ein Freiluftsport, ich habe meine Wut schon rausgelassen. Beim ersten (Sprung) habe ich nicht viel tun können, beim zweiten weiß ich gar nicht, was passiert ist. Das war noch einmal brenzlig, und hätte es nicht gebraucht. Da hätten wir schon gestern die Saison beenden können“, meinte Embacher im ORF.

TOP - ÖSV-Adler gewinnen den Teambewerb

In Planica gab es den einzigen Teambewerb der Saison mit vier Springern. ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl nominierte dafür Stephan Embacher, Daniel Tschofenig, Stefan Kraft und Markus Müller. Das Quartett zeigte durch die Bank gute Leistungen und konnte sich vor Japan und Norwegen den Tagessieg sichern. Die ÖSV-Adler triumphierten auch heuer wieder in der Nationencup-Wertung.

 

 

"Am Samstag bei Sonnenschein und vor 30.000 Leuten runterspringen und dann auch noch glücklich von der Schanze gehen – dafür tut man das. Es ist sehr, sehr schön heute“, freute sich Kraft. "Ich liebe den Team-Bewerb. ich habe schon gehört, dass es nächstes Jahr wieder mehr geben soll. Ich hoffe es. Ich finde, es war brutal spannend bis zum Schluss, bis zur letzten Gruppe. Jetzt gemeinsam einen netten Nachmittag, Siegerehrung genießen, die Hymne hören – Megaabschluss.“

TOP - Manuel Fettner machte seine letzten Sprünge

Im letzten Bewerb der Saison wurde es emotional. Manuel Fettner beendete nach 25 Jahren seine Karriere. Der 40-jährige Team-Olympiasieger von 2022 holte bei den selben Spielen in Peking auch Silber im Bewerb auf der Normalschanze. Dazu kommen noch fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften. "Ich bin Gott sei Dank mehr oder weniger verletzungsfrei durch meine Karriere gekommen, habe viele schöne Zeiten erlebt und bin zufrieden“, sagte Fettner. In Planica wurde er zum Abschluss von seiner Freundin und ÖSV-Springerin Lisa Eder im ersten Durchgang abgewunken und bekam nach dem zweiten Sprung einen Abschiedsski überreicht.