Während 20-jährige Philipp Raimund mit zwei fantastischen Sprüngen für den überraschenden Sieg sorgte, herrschte bei den ÖSV-Adlern mehr Frust als Lust. Für die routinierten Österreicher reichte es nicht für die Top Ten: Jan Hörl wurde Elfter, Daniel Tschofenig 15., Stefan Kraft 27. Auch der bisher dominante Slowene Domen Prevc blieb als Sechster ohne Edelmetall.
Youngster Stephan Embacher war als Siebenter bester Österreicher. Dem Tiroler fehlten letztlich 4,8 Punkte auf eine Medaille. Eine sauberere Landung im ersten Durchgang (100,5 m) hätte ihn näher an das Podest gebracht. "Ich wollte im ersten vielleicht zu viel", sagte Embacher. "Der zweite Sprung war wichtig fürs Selbstvertrauen, aber entscheidend war der erste."
Kleinigkeiten entscheiden knappe Angelegenheit
Jan Hörl sprach von einer Steigerung gegenüber dem Training: "Die Sprünge waren besser, aber bei der Landung habe ich noch Probleme." Daniel Tschofenig setzte im Finale auf Risiko und fiel dadurch zurück: "Ich habe es probiert, das ist nicht aufgegangen. Andere waren heute stärker."
Stefan Kraft zeigte sich ebenfalls unzufrieden: „Es waren nur Kleinigkeiten, aber auf diesem Niveau reicht das schon.“ Die Entscheidung sei extrem eng gewesen.
Raimund bestätigte seine guten Trainingsleistungen und blieb auch im Wettkampf ruhig: „Ich hatte ein gutes Gefühl. Dass es Gold geworden ist, ist natürlich besonders.“
