Keine Medaille für ÖSV-Skispringerinnen: "Es tut wirklich weh"

Lisa Eder verpatzte den ersten Durchgang
Lisa Eder verpatzte den ersten DurchgangČTK / DPA / Daniel Karmann

Anna Odine Ström hat sich in Predazzo zur ersten Doppelolympiasiegerin im Skispringen der Frauen gekrönt. Nach ihrem Erfolg auf der Normalschanze gewann die Norwegerin auch die Premiere von der Großschanze. Silber ging an ihre Landsfrau Eirin Maria Kvandal, Bronze an die Slowenin Nika Prevc. Beste Österreicherin war Lisa Eder, die sich mit einem starken Finalsprung noch auf Rang sieben verbesserte.

Die österreichischen Springerinnen fanden auf der Großschanze nur schwer in den Rhythmus. Lisa Eder lag nach dem ersten Durchgang auf Rang 15, drei Plätze vor Lisa Hirner, die als 18. positiv überraschte. Julia Mühlbacher wurde 19., Meghann Wadsak verpasste als 38. den Finaldurchgang.

Im zweiten Durchgang zeigte Eder mit 132 Metern den besten österreichischen Sprung des Tages und machte acht Plätze gut. Dennoch haderte sie mit ihrem ersten Versuch, der eine bessere Platzierung verhinderte.

"Ich werde mich wohl meine ganze Karriere fragen, warum es nicht gleich so geklappt hat", sagte Eder. Die Skisprung-Anlage sei "brutal hart zu knacken".

Hirner zeigte sich mit ihrem bislang besten Ergebnis im Spezialspringen zufrieden: "So etwas habe ich mir nicht erwartet." Mühlbacher blieb unter ihren Erwartungen, sprach aber von wertvollen Erfahrungen bei ihren ersten Spielen.

Cheftrainer Diethart enttäuscht

Trainer Thomas Diethart zog eine kritische Bilanz: "Wir haben vom ersten Sprung an nicht reingefunden. Es ist furchtbar und tut wirklich weh. Wir sind stundenlang gesessen und haben die Sprünge analysiert. Bei den Herren war es das Gleiche. Wir haben einfach das Rezept nicht gefunden."

Die Norwegerinnen dominierten hingegen klar. Nach dem ersten Durchgang lagen gleich vier von ihnen vor Prevc, am Ende gingen Gold und Silber an Norwegen. Anna Odine Ström sagte: "Wir haben darauf gehofft, aber nicht damit gerechnet. Wir haben als Team hart gearbeitet."

Für das ÖSV-Team bleibt damit nur noch der Männer-Superteam-Bewerb am Montag als letzte Chance auf eine Medaille in den Sprungbewerben. Jan Hörl und Stephan Embacher werden für Österreich antreten.