Stephan Embacher nach Bergisel-Podium: "Es war ein Megatag für mich"

Stephan Embacher überzeugte als Dritter am Bergisel
Stephan Embacher überzeugte als Dritter am BergiselČTK / imago sportfotodienst / Oryk HAIST

Beim dritten Bewerb der Vierschanzentournee am Bergisel fehlte Stephan Embacher nur ein Wimpernschlag zu seinem ersten Weltcupsieg. Der 19-jährige Tiroler belegte vor heimischem Publikum Rang drei und lag lediglich 0,7 Punkte hinter dem japanischen Überraschungssieger Ren Nikaido. Zweiter wurde der Slowene Domen Prevc, der damit seine Führung in der Tournee-Gesamtwertung weiter ausbaute.

Stephan Embacher hatte zur Halbzeit ex aequo mit Ren Nikaido geführt und zeigte auch im Finaldurchgang einen starken Sprung. Am Ende reichte es in einem hochspannenden Finale mit nur 0,7 Punkten zwischen den ersten drei nicht ganz zum Heimsieg. Jan Hörl musste sich mit Platz vier begnügen und verlor damit wertvolle Punkte im Kampf um den Gesamtsieg.

Embacher ließ seiner Freude über die beeindruckende Performance in der Tiroler Heimat freien Lauf: "Es ware ein Megatag für mich und voll cool, vor diesem Publikum zu springen. Nervös war ich vor dem zweiten Sprung nicht, aber dann ein wenig spät dran und musste kämpfen. Schade, dass es knapp nicht mit dem ersten Sieg geklappt hat. Aber daheim ein Podestplatz ist cool."

Prevc vor Tournee-Gesamtsieg

In der Gesamtwertung liegt Domen Prevc vor dem abschließenden Springen in Bischofshofen komfortabel in Führung. Hörl und Embacher folgen mit jeweils mehr als 40 Punkten Rückstand, während Nikaido auf Rang vier liegt. Vorjahressieger Daniel Tschofenig kam in Innsbruck auf Platz sechs und ist derzeit Achter der Gesamtwertung.

Vor 21.500 Zuschauern entwickelte sich am Bergisel ein echter Krimi. Hörl verlor im zweiten Durchgang noch einen Podestplatz an Prevc, während Embacher bis zum Schluss um den Sieg kämpfte. Für den jungen Tiroler war es dennoch ein emotionaler Erfolg: Ein Podestplatz beim Heimspringen bestätigte seine starke Form.

Nikaido jubelt über Premierensieg

Nikaido überzeugte mit Sprüngen auf 131 und 128 Meter und feierte seinen ersten Weltcupsieg überhaupt. Nach zuvor zwei zweiten und einem dritten Platz gelang ihm nun der große Durchbruch. Prevc verpasste zwar den Tournee-Grand-Slam, der Gesamtsieg ist ihm vor dem Finale jedoch kaum noch zu nehmen – es sei denn, ihm unterläuft in Bischofshofen ein grober Fehler.

Für Hörl und Embacher ist der Traum vom Tournee-Triumph damit realistisch gesehen vorbei. Der Salzburger haderte vor allem mit kleinen technischen Problemen am Absprung, die sich entscheidend auf die Weite auswirkten.

Die Entscheidung um den Goldenen Adler fällt am Dreikönigstag beim Finale in Bischofshofen.