Für Slowenien war es das erste Team-Gold der WM-Geschichte. Timi Zajc, der am Freitag schon Gold im Einzel gewonnen hatte, Lovro Kos, Ziga Jelar und Anze Lanisek sorgten für riesigen Jubel bei den Tausenden Fans. Slowenien war zuvor nie über einen dritten Rang (2011 und 2015) hinausgekommen.

Im Tal der Schanzen entwickelte sich von Beginn an ein Krimi, in dem fünf Nationen die Hauptrollen spielten. Deutschland lag dabei nach den ersten Sprüngen von Markus Eisenbichler (137,0 m) und Constantin Schmid (133,0) auf Rang fünf, dicht hinter der Spitze. Andreas Wellinger (126,5) brachte das DSV-Quartett erstmals auf Rang vier, den Karl Geiger (136,0) zur Halbzeit verteidigte.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging Bundestrainer Stefan Horngacher volles Risiko und ließ den Anlauf für Eisenbichler verkürzen. Der Bayer hätte 131,0 m springen müssen, um die Bonuspunkte für die Verkürzung zu holen - und landete bei 130,5 m. Als Folge fielen die DSV-Adler wieder auf Rang fünf zurück. Schmid (129,5), Wellinger (131,0) und Geiger (135,5) konnten den Rückstand nicht mehr aufholen.
