Stefan Babinsky jubelt über Podium-Premiere: "Es ist extrem schön"

Das gesamte ÖSV-Team freute sich mit Stefan Babinsky
Das gesamte ÖSV-Team freute sich mit Stefan BabinskyDimitar DILKOFF / AFP / AFP / Profimedia

Stefan Babinsky hat beim Super-G in Wengen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der 29-jährige Steirer stand in seinem 94. Weltcuprennen erstmals auf dem Podest und musste sich nur dem Italiener Giovanni Franzoni geschlagen geben. Franzoni gewann mit Startnummer eins und feierte seinen ersten Weltcupsieg, Babinsky folgte mit 0,35 Sekunden Rückstand. Platz drei ging an den Schweizer Franjo von Allmen.

ÖSV-Athlet Stefan Babinsky startete kurz nach Giovanni Franzoni und musste im Ziel lange abwarten, ehe sein Podestplatz fix war. An die Zeit des Italieners kam niemand mehr heran – auch Gesamtweltcup-Leader Marco Odermatt (4. / +0,53)nicht, der bei seinem Heimrennen Vierter wurde. Raphael Haaser belegte als zweitbester Österreicher Rang fünf (+0,68).

Harte Arbeit zahlt sich endlich aus

Babinsky zeigte sich nach dem Rennen hochzufrieden. Er erklärte, dass er seinen Plan gut umgesetzt habe, auch wenn er im Zielbereich noch etwas Zeit verloren habe. Vor allem belohnte er sich aber endlich mit einem Platz am Podium: "Es ist extrem schön. Ich habe sehr viel investiert in den vergangenen Jahren, die vierten Plätze haben mich immer wieder auch motiviert, da haben Kleinigkeiten nicht immer zusammengepasst, daran habe ich gearbeitet", so der in Bremen geborene 29-Jährige gegenüber dem ORF.

Auch Franzoni sprach von einem besonderen Erfolg, da er in Wengen bereits einen schweren Sturz erlebt hatte. "Das ist verrückt. Es ist ein besonderer Ort für mich. Ich habe an mir gearbeitet in den flachen Passagen. Wenn du das Selbstvertrauen hast, geht vieles einfacher.“

 

 

Haaser und Kriechmayr hadern

Raphael Haaser zeigte sich nach Rang fünf etwas enttäuscht, da ihm nur wenige Zehntel auf das Podest fehlten: "Auf jeden Fall wäre mehr drinnen gewesen, vor allem, wenn man sich das Kernen-S anschaut. Das ist nicht akzeptabel, da bin ich nicht gut Ski gefahren.“

Daniel Hemetsberger wurde Elfter (+1,17), Vincent Kriechmayr belegte Rang zwölf (+1,28). Unmittelbar hinter Kriechmayr klassierte sich Lukas Feurstein (+1,70), der nach einer Erkrankung noch nicht ganz bei Kräften war, sich aber solide präsentierte. Weitere Weltcup-Punkte sammelte Andreas Ploier mit Platz 17 (+2,09).

 

 

In Wengen nicht am Start ist Marco Schwarz. Der Kärntner musste wegen einer Grippe kurzfristig abreisen und richtet seinen Fokus nun auf die kommenden Weltcup-Höhepunkte in Kitzbühel und Schladming.

Die nächste Chance für die Speedfahrer bietet sich bereits am Samstag mit der spektakulären Abfahrt in Wengen.