Nach einer nicht optimalen Abfahrt von Vincent Kriechmayr war Österreich mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf Rang drei in den Slalom gestartet. Manuel Feller ging als Siebenter ins Finale und zeigte mit der zweitbesten Laufzeit eine starke Leistung, die noch zum Sprung auf das Podest reichte. Für Kriechmayr war es die erste Olympiamedaille, Feller gewann nach Silber im Teambewerb 2018 seine zweite.
„Ich habe gewusst, ich bin gut drauf. Die Medaille war nach der Abfahrt nicht mehr so in Reichweite, aber dadurch habe ich keinen Druck gehabt“, erzählte der Tiroler Feller im ORF-Interview.
Kriechmayr haderte mit seiner Abfahrtsleistung: „Meine Leistung war leider bescheiden. Aber Manuel hat einen super Lauf gemacht. Da habe ich Glück gehabt, danke Manuel, echt super gefahren.“

Italien patzt, Schweiz triumphiert
Die zur Halbzeit führenden Italiener Giovanni Franzoni und Alex Vinatzer fielen noch auf Platz sieben zurück (+1,22). Auch die Schweizer Alexis Monney und Daniel Yule verloren an Boden und wurden 13. Raphael Haaser und Michael Matt verbesserten sich im Slalom von Rang acht auf Platz vier. Auf die geteilte Silbermedaille fehlten lediglich drei Hundertstelsekunden.
"Die drei Hundertstel finden wir bei mir, das ist natürlich bitter", sagte Haaser. Matt, der im Finale die drittbeste Laufzeit erzielte, meinte: "Es war solide, im oberen Teil wäre noch mehr möglich gewesen."
Die weiteren österreichischen Teams spielten im Medaillenkampf keine Rolle. Stefan Babinsky und Fabio Gstrein belegten mit 1,41 Sekunden Rückstand Rang acht, Daniel Hemetsberger und Marco Schwarz wurden 13. (+1,86).
