Shiffrin schreibt mit Slalom-Gold Geschichte

Shiffrin war nach Slalom-Gold erleichtert
Shiffrin war nach Slalom-Gold erleichtertTiziana FABI / AFP / AFP / Profimedia

Mikaela Shiffrin hat sich in Cortina d’Ampezzo eindrucksvoll auf der olympischen Bühne zurückgemeldet. Nach ihren enttäuschenden Spielen in Peking gewann die US-Amerikanerin zum Abschluss der alpinen Bewerbe Gold im Slalom und sorgte damit für ein historisches Kapitel: Zwölf Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg in dieser Disziplin wiederholte sie ihren Triumph – das war zuvor keiner Athletin gelungen.

Nachdem sie in Cortina im Riesentorlauf und in der Teamkombi leer ausgegangen war, präsentierte sich Mikaela Shiffrin im Slalom souverän. Die Gewinnerin von sieben der bisherigen acht Weltcup-Slaloms setzte sich mit 1,50 Sekunden Vorsprung auf die Schweizer Weltmeisterin Camille Rast durch. Bronze holte die Schwedin Anna Swenn-Larsson (+1,71). Für Shiffrin war es die zweite olympische Slalom-Goldmedaille und insgesamt die dritte im alpinen Bereich.

ÖSV-Damen gut, aber nicht gut genug

Österreich blieb trotz einer Aufholjagd ohne Edelmetall. Katharina Truppe verbesserte sich von Rang zehn auf Platz fünf, lag im Ziel aber 29 Hundertstel hinter den Medaillenrängen. Ihr Rückstand auf Shiffrin betrug exakt zwei Sekunden. Katharina Huber wurde Sechste (+2,08). Damit endete eine Serie: Seit 2006 hatte Österreich im Damen-Slalom stets zumindest eine Medaille geholt.

Im zweiten Durchgang profitierten die Österreicherinnen von Ausfällen prominenter Konkurrentinnen. Besonders bitter: Die Deutsche Lena Dürr, nach Lauf eins Zweite, schied bereits beim ersten Tor aus.

"Wir haben es probiert, der Rückstand aus dem ersten Lauf war wohl etwas zu groß", erklärte Truppe im ORF-Interview. Auch Huber betonte, dass man im Finale alles versucht habe. Mit ihrem Ergebnis zeigte sie sich trotz verpasster Medaille zufrieden, es sei ihr bestes Saisonresultat.

Katharina Gallhuber blieb hinter den Erwartungen zurück und belegte Rang 22 (+3,76). "Ich habe es nicht ins Rennen rübergebracht", sagte sie enttäuscht. Lisa Hörhager verpasste erneut die Top 30, durfte aber dank der Olympia-Regeln nach der Medaillen-Entscheidung einen zweiten Lauf absolvieren und wurde schlussendlich 25.