Super-Julia schlägt wieder zu - Scheib gewinnt Riesentorlauf am Kronplatz

Super-Julia schlägt wieder zu - Scheib gewinnt Riesentorlauf am Kronplatz
Super-Julia schlägt wieder zu - Scheib gewinnt Riesentorlauf am KronplatzMarco BERTORELLO / AFP / AFP / Profimedia

Julia Scheib hat mit einem starken Auftritt am Kronplatz ihre Ambitionen auf olympisches Gold im Riesentorlauf eindrucksvoll untermauert. Die 27-jährige Steirerin verbesserte sich mit der klar besten Zeit im zweiten Durchgang von Rang drei auf Platz eins und feierte damit ihren vierten Saisonsieg.

Julia Scheib setzte sich am Ende 0,37 Sekunden vor der Schweizerin Camille Rast durch. Die Halbzeitführende Sara Hector aus Schweden fiel noch auf Rang drei zurück (+0,46). Auf Rang vier landete US-Superstar Mikaela Shiffrin (+0,86).

Die Steirerin erklärte nach dem Rennen im ORF-Interview, dass sie im zweiten Lauf deutlich besser in den Rhythmus gefunden habe: "Der Lauf war flüssiger als der erste, das ist mir entgegengekommen. Ich bin happy, dass es endlich hier gereicht hat. Ich habe versucht, die letzten Tore gerader zu fahren, aber auch konzentriert zu fahren. Wenn man den Ski zu früh auslässt, kann es hier böse ausgehen."

Mit ihrem sechsten Podestplatz im siebenten Saisonrennen bestätigte sie ihre beeindruckende Konstanz.

Scheib baut Führung im RTL-Weltcup aus

Mit dem Erfolg baute Scheib auch ihre Führung im Riesentorlauf-Weltcup weiter aus. Drei Rennen vor Saisonende liegt sie 139 Punkte vor Rast. Dennoch will sie sich noch nicht mit der kleinen Kristallkugel beschäftigen und betont, weiterhin von Rennen zu Rennen zu denken. Die nächste Station folgt bereits in wenigen Tagen in Spindlermühle.

 

 

Weitere ÖSV-Läuferinnen im Mittelfeld

Die weiteren Österreicherinnen konnten nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Nina Astner wurde 16. (+3,67) und erreichte damit ihr zweitbestes Saisonresultat. Stephanie Brunner als 17. (+3,69) und Franziska Gritsch als 18. (+3,73) folgten direkt dahinter.

Auch die deutschen Athletinnen konnten kaum Selbstvertrauen sammeln. Lena Dürr blieb als 21. (+4,27) hinter den Erwartungen zurück, Fabiana Dorigo holte als 25. (+5,55) immerhin Weltcup-Punkte.

Brignone feiert emotionales Comeback

Besser erging es der Italienerin Federica Brignone. Knapp zehn Monate nach einer schweren Verletzung mit mehreren Knochenbrüchen und einem Kreuzbandriss meldete sich die Italienerin mit Platz sechs eindrucksvoll zurück. Ohne große Erwartungen gestartet, überzeugte sie mit zwei soliden Läufen und zeigte sich nach dem Rennen sichtlich bewegt: "Es ist ein sehr guter Tag. Es ist wunderbar. Ich habe mir nichts Besonderes vorgenommen. Ich wollte ruhig fahren, weil ich so viele Emotionen hatte. Es war fast unmöglich, mich aufs Skifahren zu konzentrieren.“