Wer den Hundertstelkrimi im Slalom für sich entschied, warum das Wochenende aus italienischer Sicht so besonders war und wie sich die ÖSV-Asse schlugen, erfährst du im SkiFlash.
TOP - Brennsteiner fährt im Riesentorlauf aufs Podest
Stefan Brennsteiner sicherte sich hinter Lucas Braathen und Loic Meillard den dritten Platz im Riesentorlauf von Kranjska Gora. Bei strahlendem Sonnenschein fiel er in der Entscheidung zwar um einen Rang zurück, doch das sollte seine Freude nicht trüben. "Es war der zweite Lauf nicht so ein guter Lauf, leider. Aber cool, dass es für das Podium gereicht hat. Da war ich zu weit weg vom Tor, bei der Geschwindigkeit habe ich viel liegen lassen“, sagte der 34-jährige Salzburger im ORF.
TOP - Slalom-Krimi sorgt für Hochspannung
Der Slalom am Sonntag hatte alles, was ein Klassiker braucht: Spannung bis zur letzten Fahrt und ein Ergebnis, das kaum enger sein könnte. In einem extrem engen Rennen setzte sich Atle Lie McGrath mit nur 0,01 Sekunden Vorsprung auf Henrik Kristoffersen durch. Braathen (+0,04) komplettierte als Dritter das Podest. Damit bleibt der Kampf um die Slalom-Kristallkugel bis zum Saisonfinale völlig offen. "Ich fahre im Finale mit Herz, Gefühl und Flow. Das ist mein Plan für Hafjell“, meinte McGrath. "Ein Finale in Norwegen ist speziell.“
TOP - Hütter bestätigt ihre Speed-Stärke
Cornelia Hütter mischte auf der anspruchsvollen La VolatA das ganze Wochenende über im Spitzenfeld mit. Besonders dramatisch verlief die zweite Abfahrt: Mit einer mutigen Fahrt setzte Hütter lange die Bestzeit und lag im Ziel klar in Führung – bis Lokalmatadorin Laura Pirovano als eine der letzten Topläuferinnen noch einmal alles riskierte. Am Ende fehlte der Österreicherin nur eine Hundertstelsekunde auf den Sieg.
"In dieser Saison ging es auf und ab, aber heute wusste ich, wenn ich den Plan durchziehe, dann passt das. Ich habe alles reingelegt. Im Ziel sah ich dann sechs Zehntel und fett Grün und dachte, es muss sich ausgehen. Aber dann kommt die Lolli, und es geht sich um eine Hundertstel nicht aus“, sagte Hütter nach dem knappen Rennen.
TOP - Pirovano sorgt für italienisches Speed-Fest
Die große Gewinnerin des Wochenendes war Laura Pirovano. Die Italienerin gewann beide Abfahrten und feierte damit einen perfekten Heimauftritt. Am Freitag setzte sie sich mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Emma Aicher und Breezy Johnson durch. Sie feierte damit vor heimischen Publikum ihren ersten Weltcupsieg. Kurios wurde es tagsdarauf, denn die 28-jährige Italienerin wiederholte ihren Coup und gewann vor Hütter mit dem gleichen Vorsprung.
"Es ist unglaublich – das ist das richtige Wort für heute und gestern: Zwei Rennen zu gewinnen als erste Podiumsplätze, beide um eine Hundertstel, das ist verrückt. Ich hatte nie viel Glück, aber mit gestern und heute habe ich alles Glück aufgebraucht. Mir wurde alles zurückgezahlt. Ich habe mich wie in den anderen Rennen gefühlt, ich war heute müde und habe mich nicht so gut gefühlt. Am Ende das grüne Licht zu sehen war verrückt“, freute sich Pirovano.
FLOP - Super-G ohne rot-weiß-roten Glanzpunkt
Nach guten Leistungen in der Abfahrt konnten die ÖSV-Damen im Super-G nicht nachlegen. Hütter landete als beste Österreicherin auf Platz 7. "So schlecht war es nicht“, meinte die Steirerin im Ziel. "Aber wenn man sich hier herunter nicht einfädelt, kommt man nie wieder zurück. Wenn ein Meter fehlt, da wird es so langsam, da fädelt man sich nicht mehr in den nächsten Schwung ein. Es geht relativ rhythmisch. Aber wenn man das verliert, kommt man nicht mehr zurück.“ Mirjam Puchner und Nina Ortlieb gingen mit den Startnummern eins und zwei ins Rennen als Testpilotinnen ins Rennen. Sie hatten mit den Spitzenrängen nichts zu tun.
