Lucas Pinheiro Braathen, der in Kranjska Gora bereits nach dem ersten Lauf geführt hatte, bestätigte seine starke Leistung auch im Finale und gewann mit 0,54 Sekunden Vorsprung auf den Schweizter Loic Meillard. Für den 25-Jährigen war es der erste Weltcupsieg im Riesentorlauf unter brasilianischer Flagge. Insgesamt war es sein siebenter Weltcuperfolg und der zweite in dieser Saison.
Im ORF-Interview zeigte er sich daraufhin emotional: "Es ist wirklich cool. Ich bin so stolz, was für eine Leistung. Die Stimmung in Brasilien nach dem Olympiasieg war ein Wahnsinn. Ich lebe in diesen Tagen meinen Traum. Ich bin glücklich und lebe meine Liebe für den Skisport."
Mit seinem Sieg verkürzte Pinheiro Braathen den Rückstand in der Riesentorlaufwertung auf 48 Punkte. Die Entscheidung um die kleine Kristallkugel fällt damit erst beim Weltcup-Finale in Lillehammer. Dass die Entscheidung vertragt wurde lag auch an Marco Odermatt. Der Schweizer belegte Platz fünf und konnte die Disziplinenwertung damit noch nicht vorzeitig entscheiden.
Brennsteiner am Podest, Schwarz fällt zurück
Stefan Brennsteiner fiel im zweiten Durchgang um eine Position zurück, durfte sich aber über seinen siebenten Podestplatz im Weltcup freuen. "Der zweite Lauf war nicht optimal, ich war teilweise zu weit weg vom Tor", erklärte der Salzburger. Dennoch reichte es für Rang drei.
Raphael Haaser zeigte im zweiten Durchgang eine deutliche Steigerung und verbesserte sich mit der zweitbesten Laufzeit von Rang 19 auf Platz neun. Marco Schwarz dagegen verlor nach Rang vier im ersten Lauf deutlich an Boden und wurde Zehnter. Joshua Sturm fiel im Finale auf Rang 23 zurück, sicherte sich damit aber noch die Qualifikation für das Weltcup-Finale.
Am Sonntag steht in Kranjska Gora noch ein Slalom auf dem Programm. Für Österreich führt Fabio Gstrein das Aufgebot an. In der Slalomwertung ist der Kampf um die kleine Kristallkugel weiterhin offen, mehrere Läufer haben vor dem Saisonfinale noch Chancen.
