SkiFlash: Rast-Festspiele in Kranjska Gora

SkiFlash: Rast-Festspiele in Kranjska Gora
SkiFlash: Rast-Festspiele in Kranjska GoraANTONIO BAT / EPA / Profimedia

Die Technikerinnen waren am vergangenen Wochenende zum ersten Mal im neuen Jahr gefordert. In Kranjska Gora standen ein Riesentorlauf und ein Slalom auf dem Programm.

Die ersten Rennen nach dem Jahreswechsel sind Geschichte. Welche Schweizerin nicht zu schlagen war, welche ÖSV-Damen derzeit Alleinunterhalterinnen sind und wieso es für die restlichen Österreicherinnen nicht nach Wunsch lief, erfährst du im SkiFlash.

TOP – Camille Rast feiert Doppelsieg

Was für ein Wochenende für Camille Rast! Die 26-jährige Schweizerin feierte am Samstag ihren ersten Sieg in einem Weltcup-Riesentorlauf. Sie verwies Julia Scheib und Paula Moltzan auf die Plätze. “Es ist nicht einfach, es war eine schwierige Woche, der Sport bringt aber so viel Emotionen heraus, ich habe mein Bestes gegeben und ich hoffe, ich habe den Menschen eine positive Emotion gegeben“, dachte Rast nach ihrem Sieg auch an die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana.

 

 

Nach ihrem Premierensieg legte sie im Slalom noch einmal nach und beendete die Siegesserie von Mikaela Shiffrin. Die beiden Ausnahmekönnerinnen lieferten eine große Show und ließen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Schlussendlich setzte sich Rast mit 0,14 Sekunden Vorsprung auf Shiffrin durch. Die Drittplatzierte Wendy Holdener hatte schon 1,83 Sekunden Rückstand. “Zweimal Zweite am Semmering, da hat nicht viel gefehlt. Es ist nicht einfach, auf der obersten Stufe zu stehen, aber heute habe ich wieder alles gegeben, und ich bin natürlich zufrieden. Wir wissen alle, wie Mikaela fährt. Für mich war all-in angesagt, ich habe mein Bestes gegeben, das hat gepasst“, sagte Rast im ORF.

 

 

TOP – Julia Scheib wieder am Podest

Rast wurde für Scheib im Riesentorlauf von Kranjska Gora zur Spielverderberin. Nach zwei Siegen hintereinander musste sich der ÖSV-Star diesmal knapp geschlagen geben. Als Halbzeitfünfte steigerte sie sich im zweiten Durchgang und katapultierte sich noch auf Rang 2. Die 27-jährige Steirerin ist damit weiterhin in Topform und stand in fünf von sechs Saisonrennen auf dem Podest. “Es war ein gutes Rennen von mir, der zweite Lauf war super, im ersten habe ich etwas liegen gelassen. Da find ich einiges, aber so ist der Rennsport, Podium ist sehr cool, und ich bin stolz auf den super Tag“, erklärte Scheib nach dem Rennen. 

 

Julia Scheib jubelt über Platz 2
Julia Scheib jubelt über Platz 2ČTK / imago sportfotodienst / Eibner-Pressefoto/Memmler

 

FLOP – Restlichen ÖSV-Damen im RTL weit abgeschlagen

Im österreichischen RTL-Team ist Scheib zurzeit allerdings allein auf weiter Flur. Die restlichen ÖSV-Technikerinnen schafften es nicht unter die Top-20. Stephanie Brunner wurde mit einem Rückstand von 3,62 Sekunden als 21. zweitbeste Österreicherin. “Ich war brutal weit weg von den Toren, ich habe probiert zu attackieren, aber auf dieser Strecke ist das nicht so einfach. Die Sicherheit ist noch nicht ganz da, weil auch die Ergebnisse fehlen“, meinte die Tirolerin.

Ricarda Haaser lag nach dem ersten Lauf noch auf Rang 14, fiel aber in der Entscheidung weit zurück und musste sich mit Platz 24 zufriedengeben. “Es war ein schwieriger zweiter Lauf für mich. Die ersten vier Tore gingen noch, dann habe ich abgestochen. So ging es von oben bis unten. Der erste Lauf war nicht so schlecht, das nehme ich mit“, sagte Haaser. 

TOP – Katharina Truppe als einziger Slalom-Lichtblick

In Abwesenheit der schwer verletzten Katharina Liensberger musste Katharina Truppe die Kohlen aus dem Feuer holen. Die 29-jährige Kärntnerin belegte nach einer ansprechenden Leistung den fünften Platz. “Ich war sehr happy, als der Einser beim Abschwingen im Ziel aufgeleuchtet ist. Das ist auch immer ein wichtiger Schritt“, sagte Truppe nach dem zweiten Lauf. “Ich habe gemerkt, dass ich oben bei den schnellen Passagen, bei den engen Toren, nicht am Limit gefahren bin, aber es ist der fünfte Platz. Den Rückstand ignorieren wir heute.“ Damit war Truppe in den letzten fünf Slaloms immer unter den Top-7.

 

 

Für die restlichen Österreicherinnen gab es in Slowenien nicht viel zu holen. Katharina Huber belegte den 16. Rang und Katharina Gallhuber landete auf Rang 21. Positiv hervorzuheben ist Leonie Raich, die als 29. ihre ersten beiden Weltcup-Punkte in ihrer Karriere holte. “Ich bin happy, dass ich die ersten Punkte eingefahren habe. Es war im zweiten Lauf der eine oder andere Fehler dabei, aber ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe alles versucht“, freute sich der Youngster.