Hauchdünn! Odermatt gewinnt Super-G am Hahnenkamm

Hauchdünn! Odermatt gewinnt Super-G am Hahnenkamm
Hauchdünn! Odermatt gewinnt Super-G am HahnenkammČTK / AP / Marco Trovati

Wie schon 2025 hat Marco Odermatt den Super-G auf der Streif gewonnen – diesmal jedoch denkbar knapp. Der Schweizer setzte sich bei besten Bedingungen mit lediglich 0,03 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Franjo von Allmen durch. Für Österreich sorgte Stefan Babinsky als Dritter für einen Podestplatz, er lag 0,25 Sekunden hinter dem Sieger.

Die geänderte Streckenführung verlangte in diesem Jahr viel Mut und präzises Skifahren. Marco Odermatt meisterte diese Herausforderung, obwohl er in keinem Abschnitt die schnellste Zwischenzeit setzte. Am Ende reichte eine insgesamt saubere Fahrt zu seinem 53. Weltcupsieg und dem 99. Podestplatz. Der Schweizer selbst zeigte sich überrascht, dass seine Zeit für den Sieg ausreichte.

"Es war sehr knapp, ich bin natürlich zufrieden. Es war wirklich keine fehlerfreie Fahrt, oben und im Zielschuss war es gut, in der Mitte und in der Traverse war ich nicht auf der Linie, die ich eigentlich fahren wollte", sagte Odermatt nach seiner Fahrt.

Vor Odermatts Fahrt hatte es mehrere Führungswechsel gegeben. Zunächst setzte sich Stefan Babinsky an die Spitze, ehe Franjo von Allmen mit einer starken Schlusssektion übernahm. Erst Odermatt verhinderte den ersten Kitzbühel-Triumph des 24-jährigen Schweizers. Von Allmen zeigte sich zunächst enttäuscht, nahm das knappe Ergebnis aber sportlich.

 

 

Babinsky schwärmt von "extrem geilem Rennen"

Babinsky bestätigte mit Rang drei seine starke Form. Dank Babinskys Erfolg stand das ÖSV-Team beim Super-G in Kitzbühel zum 22. Mal in 23 Rennen auf dem Podest. Der 29-Jährige zeigte sich entsprechend zufrieden und schwärmte von der Atmosphäre entlang der Streif.

"Ein extrem geiles Rennen, ein unglaubliches Publikum. Es war eine gute Fahrt, kurz vor dem Ziel hat es mir die Ski verschnitten, das war sicher nicht der schnellste Weg ins Ziel. Ich habe meinen Job gemacht, bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Das Skifahren hat sehr gut gepasst“, resümiert Babinsky im ORF-Interview.

Fehler kosten Haaser und Kriechmayr Topplätze

Knapp hinter ihm landete Raphael Haaser auf Rang vier, nur acht Hundertstel vom Stockerl entfernt. Haaser war zwischenzeitlich auf Siegkurs, verlor jedoch durch einen Fehler vor der Traverse entscheidend an Tempo und damit wohl auch die Chance auf seinen ersten Weltcupsieg.

Vincent Kriechmayr (7.) hingegen fand nie richtig in den Rhythmus, lag früh zurück und konnte trotz Aufholjagd nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen.

„Es ist mir nicht klar, wieso ich so gefahren bin. Im Mittelteil war es gut, die Traverse dann nicht mehr. Es war einfacher, wie ich erwartet hatte, und ich bin zu rund gefahren. Wut habe ich in der Abfahrt sicher im Bauch, ob es dann gut ist, werden wir sehen“, erklärte der Oberösterreicher.

Daniel Hemetsberger wurde 17. Marco Schwarz (25.) zeigte sich nach seiner Streif-Premiere selbstkritisch und richtete den Fokus rasch auf den Slalom.