GOLD! Skeleton-Ass Janine Flock krönt ihre Karriere

GOLD! Skeleton-Ass Janine Flock krönt ihre Karriere
GOLD! Skeleton-Ass Janine Flock krönt ihre KarriereProfimedia

Janine Flock hat sich im Sliding Centre von Cortina d’Ampezzo zur Olympiasiegerin gekrönt. Acht Jahre nach Rang vier in Pyeongchang gewann die Tirolerin Gold und ließ die Deutschen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer hinter sich. In drei von vier Läufen erzielte Flock Bestzeit.

Nach zwei Durchgängen hatte Janine Flock lediglich vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Deutsche Susanne Kreher, baute diesen am Finaltag jedoch weiter aus. Mit zwei weiteren Laufbestzeiten distanzierte sie Kreher um 0,30 Sekunden, Jacqueline Pfeifer (GER) lag 0,44 Sekunden zurück. Für Österreich war es die vierte Goldmedaille bei den Spielen 2026 und die insgesamt 13. Medaille.

"Ich kann es noch gar nicht glauben. Es ist sehr viel passiert in den letzten Jahren. Erfolge, Verletzungen, Umorientierung. Ich habe schon im November gespürt, dass hier ein guter Platz für mich ist. Ich konnte loslassen, habe alle vier Läufe gut erwischt. Ich bin echt glücklich", beschrieb Flock ihre ersten Gefühle nach dem großen Erfolg.

Entscheidend war, dass jedes Puzzleteil perfekt sitzt: "Es müssen so viele Teile zusammenstimmen. Jeder einzelne Betreuer hat einen super Job gemacht, das ist so viel wert. Auch die Liebe zum Sport habe ich nie verloren, bin immer draufgeblieben. Es macht einfach eine Freude, wenn auch der Erfolg da ist."

Erst zum zweiten Mal gewann Österreich im Skeleton olympisches Edelmetall – zuvor hatte Martin Rettl 2002 in Salt Lake City Silber geholt. Für die 36-jährige Flock, die bereits vier EM-Titel, drei Gesamtweltcup-Siege und zahlreiche Einzelerfolge verbucht hat, ist es der größte Triumph ihrer Karriere.

Dritter Run als Schlüssel zum Erfolg

Entscheidend war vor allem der dritte Lauf. Während Flock ihre Zeit aus dem zweiten Durchgang exakt wiederholte (57,26 Sekunden), unterliefen ihren Konkurrentinnen Fehler. Kreher verlor im Mittelteil entscheidende Hundertstel, Pfeifer und Hannah Neise (GER) büßten noch mehr Zeit ein. Damit war der Grundstein für den Sieg gelegt.

Im Vorfeld waren die Erwartungen gedämpft gewesen. Im Jänner hatte Flock eine Gehirnerschütterung ausgebremst, später kamen Rückenprobleme hinzu. Die Pausen nutzte sie jedoch zur Regeneration und präsentierte sich in Cortina in starker Form. Besonders im unteren Streckenteil setzte sie sich deutlich ab.

Mit dem Erfolg in Italien ließ Flock auch die Enttäuschung von 2018 hinter sich. Damals hatte sie nach drei Läufen geführt, fiel im Finale aber noch auf Rang vier zurück – zwei Hundertstel fehlten auf Bronze. Bei ihren vierten und letzten Olympischen Spielen gelang nun der erhoffte Abschluss.