Der HSV verliere "eine weitere herausragende Persönlichkeit und Leitfigur", hieß es in einer Vereinsmitteilung: "Nogly war ein absoluter Publikumsliebling und einer der besten Verteidiger, die jemals das Trikot mit der Raute auf der Brust getragen haben."
Nogly prägte als langjähriger Kapitän eine der erfolgreichsten Epochen der Klubhistorie. Er gewann mit den Rothosen den DFB-Pokal (1976), jubelte über den Europacup der Pokalsieger ein Jahr später und wurde 1979 deutscher Meister.
Der verpasste Triumph in Madrid im Finale des Landesmeister-Cups 1980 gegen Nottingham Forest schmerzte Nogly, der beim HSV auf 414 Pflichtspiele kam, besonders. "Meine größte Niederlage", sagte er.
Abwehr-Haudegen mit Offensivgeist
Noglys Spiel galt als hart, aber fair. "Ich kam selten zu spät, war meist schon da und stand dem Gegner immer ganz gut im Weg", sagte der viermalige Nationalspieler selbst: "Die meisten meiner Gelben Karten habe ich deshalb auch nicht wegen Fouls, sondern wegen Meckerns bekommen."
Und er schaltete sich gern ins Offensivspiel ein, erzielte 52 Pflichtspiel-Tore für den HSV und dabei unter auch das 1:0 im DFB-Pokal-Finale 1976 gegen Kaiserslautern (Endstand 2:0).
In seiner erfolgreichen Karriere spielte Nogly unter anderem auch für den VfB Lübeck, Hertha BSC und den FC St. Pauli. Nach seiner Karriere blieb er dem HSV verbunden und war unter anderem von 2014 bis 2017 Aufsichtsratsmitglied.
