Als erste Snowboarderin hätte Kim in Italien bei drei Olympischen Winterspielen in Folge Gold gewinnen können. Im Snowboarden war dies zuvor weder bei den Männern noch bei den Frauen einem Athleten oder einer Athletin gelungen. Doch Kim hatte sich beim einem Trainingssturz im Januar die Schulter ausgekugelt – und deshalb gar um ihre Teilnahme an den Spielen gebangt.
Schulter "ziemlich instabil"
Der Gedanke an die mögliche dritte Goldmedaille habe für sie daher keine Rolle gespielt, betonte Kim nach dem Wettkampf: "Ich bin hier hergekommen, um so gut wie möglich zu snowboarden." An der verletzten Schulter werde sie sich in ihrer Heimat nun operieren lassen, "sie ist ziemlich instabil", erklärte sie.
Den Gold-Hattrick von Kim verhindert hatte die 17-jährige Südkoreanerin Choi Gaon mit einem brillanten dritten Lauf – und das, obwohl sie im ersten Run schwer gestürzt war und mehrere Minuten inmitten der Pipe liegengeblieben war.
"Meine Knie sind etwas angeschlagen, aber ich habe das Gefühl, dass ich das alles mit meiner Freude überwinden kann", sagte Choi, die sich nach dem Wettkampf humpelnd zur Siegerehrung schleppte. Bronze gewann Ono Mitsuki aus Japan.
