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Schlussattacke war zu wenig - Felix Gall bleibt bei der Vuelta auf Platz 3

Felix Gall
Felix GallČTK / imago sportfotodienst / Fotoreporter Sirotti Stefano

Felix Gall hat auf der Königsetappe der Vuelta a Espana noch einmal alles versucht. Der Osttiroler attackierte am Schlussanstieg, ließ sogar Gesamtleader Enric Mas hinter sich und nahm Primoz Roglic viel Zeit ab. Für Rang zwei reichte es knapp nicht.

Felix Gall hat auf der vorletzten Etappe der Vuelta a Espana eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er zu den stärksten Kletterern der Rundfahrt gehört. Der 28-Jährige attackierte auf dem Schlussanstieg zum Collado del Alguacil und setzte sich von seinen Konkurrenten im Gesamtklassement ab. Am Ende fehlten ihm lediglich 29 Sekunden auf Primoz Roglic und Gesamtrang zwei.

Gall beendete die Königsetappe als 13. mit 6:37 Minuten Rückstand auf Tagessieger Mikel Landa. Entscheidender war für ihn aber der Kampf um das Podium. Gesamtleader Enric Mas verlor 17 Sekunden auf den Österreicher, Roglic sogar fast eine Minute.

Damit führt Mas vor der Schlussetappe mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Roglic. Gall liegt weitere 29 Sekunden zurück auf Rang drei. Der viertplatzierte Richard Carapaz hat bereits 4:10 Minuten Rückstand auf den Osttiroler.

Gall muss zahlreiche Carapaz-Attacken kontern

Dabei musste Gall schon lange vor dem Finale viel investieren. Richard Carapaz attackierte rund 90 Kilometer vor dem Ziel bei der ersten Auffahrt zum Puerto de El Purche. Gall reagierte und schloss die entstandene Lücke zu Mas und Roglic mit viel Nachführarbeit.

Auch bei der zweiten Auffahrt versuchte es Carapaz erneut. Wieder war es Gall, der reagierte. Dasselbe Bild zeigte sich später am Puerto del Duque. „Es war wie erwartet ein super, super schwerer Tag“, sagte der Österreicher anschließend. Ursprünglich habe sein Team auch über einen Angriff auf den Etappensieg nachgedacht. Der chaotische Beginn machte diesen Plan allerdings zunichte.

 

 

„Dann haben wir uns voll auf das Gesamtpodest festgelegt. Carapaz versuchte es ein paar Mal, aber ich habe mich auf ihn konzentriert“, erklärte Gall. Das Schließen der Lücken habe viel Kraft gekostet.

Am finalen Collado del Alguacil mit mehr als acht Kilometern und durchschnittlich rund zehn Prozent Steigung folgte schließlich Galls eigener Angriff. Der Osttiroler setzte sich von Roglic ab – und auch Mas konnte seinem Tempo nicht folgen.

Roglic kämpfte sich allerdings ins Ziel und rettete genügend Sekunden, um Platz zwei zu verteidigen. „Ich glaube, am Schluss war jeder von uns am Ende seiner Kräfte. Mit einem starken Finish wollte ich das dann zu Ende bringen. Ich glaube, das ist mir gelungen“, bilanzierte Gall.

Der Etappensieg ging unterdessen an Mikel Landa. Der Spanier gewann 47 Sekunden vor Tobias Halland Johannessen aus Norwegen.