Das Rätselraten nach seiner drastischen Maßnahme beendete Adi Hütter mit Klartext. Robin Koch werde in der wegweisenden nächsten Partie "spielen und auch Kapitän bleiben. Da gibt es keine Frage und Diskussion", sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt.
Die Causa Koch wimmelte der Österreicher über die Dauer seiner Pressekonferenz aber einfach nicht ab. Der inzwischen eher ehemalige Nationalspieler steht symbolisch für die sich anbahnende, frühe Krise seiner Eintracht.
Vergangenen Samstag hatte Hütter bei der alarmierenden 0:6-Klatsche bei RB Leipzig ausgerechnet an seinem völlig aus der Form geratenen Spielführer ein Exempel statuiert und ihn zur Pause ausgewechselt.

Am Freitag gegen den 1. FC Köln (20:30 Uhr/Sky) müssen Koch und die gesamte Mannschaft "ein Gesicht zeigen, bei dem man sieht, dass wir bis zum Schluss kämpfen und ackern", forderte Hütter.
Match-Center: Frankfurt vs. Köln
Warnung vor El Mala
Beim FC müsse sein Team vor allem Starspieler Said El Mala "in den Griff bekommen", ohnehin hätten die Kölner durch den Prestigeerfolg über Borussia Mönchengladbach (2:1) "Blut geleckt".
Wie die Eintracht dem entgegnen muss? "Von der ersten Minute an beißen, kratzen, zwicken – und dass wir uns so präsentieren, wie es alle einschließlich mir erwarten."
Sonst würden am Main schon Anfang Oktober ganz frostige Temperaturen einkehren. Einen weiteren Systemausfall der stagnierend schwachen Defensive würde das Eintracht-Publikum nicht unquittiert hinnehmen.

