Infantino: Verbot "hat nur Frustration und Hass hervorgerufen"
Am Dienstag hatte sich Infantino offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt. "Das müssen wir", sagte der Schweizer beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine Rückkehr Russlands geprüft werden sollte: "Auf jeden Fall – zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen."
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Infantino im Anschluss als "moralisch degeneriert". Sportminister Matwij Bidny sprach von "verantwortungslosen" Äußerungen. Ukraines Fußballverband ließ wissen, dass der Ausschluss nicht enden dürfe, so lange der Krieg anhält.
Auch Olympisches Komittee wünscht sich Lockerungen im Jugendbereich
Kurz nach Russlands völkerrechtswidrigem Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hatten die FIFA und die Europäische Fußball-Union (UEFA) ihre laufenden Wettbewerbe für russische Teilnehmer gesperrt. Bereits im April 2025 hatte sich Infantino offen für eine Rückkehr Russlands gezeigt – in Zusammenhang mit einem Kriegsende.
Im Dezember 2025 bestätigte das FIFA-Council, dass russische Teams an U15-Turnieren teilnehmen dürfen. Der Fußball-Weltverband folgte dabei der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das sich kurz zuvor für eine "uneingeschränkte" Russen-Rückkehr bei internationalen Jugendwettbewerben stark gemacht hatte.
