ÖSV-Rodlerinnen gehen im Einsitzer leer aus

Lisa Schulte kämpfte mit den Tränen
Lisa Schulte kämpfte mit den TränenTiziana FABI / AFP / AFP / Profimedia

Nichts wurde aus dem Medaillentraum für Österreichs Rodlerinnen. Lisa Schulte wurde als Siebente beste ÖSV-Athletin. Gold sicherte sich Julia Taubitz.

Groß waren die Hoffnungen, dass Österreichs Rodlerinnen im Einzel-Bewerb eine weitere Medaille für Rot-Weiß-Rot holen - Jonas Müller war mit Silber bei den Herren bereits erfolgreich. Allerdings war bereits am Montag klar, dass es sehr schwer werden würde. Lisa Schulte lag als einzige ÖSV-Rodlerin in den Top-10 - mit Platz sieben war sie zwar in Schlagdistanz, benötigte am Dienstag allerdings zwei Topläufe. Diese gelangen ihr nicht ganz, Schulte kam nicht über Endrang sieben hinaus.

Große Emotionen bei Schulte

Bereits bei der Überquerung der Ziellinie war die Gesamtweltcup-Führende sichtlich gerührt - eine Mischung aus Enttäuschung und Dankbarkeit. Dies bestätigte sie anschließend auch im ORF-Interview: "Es waren wieder kleine Fehler dabei. Der Speed war heute einfach nicht da. Ich war nach dem letzten Lauf froh, dass es vorbei ist. Es ist doch sehr emotional alles. Für uns Rodler ist es selten, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen."

Hannah Prock, Tochter von Rodel-Legende Markus Prock, beendete ihre Olympia-Teilnahme mit Rang zehn. Die Tirolerin, die in den Trainingsläufen gut performte, konnte ihr Ergebnis noch nicht genau einordnen: "Die Rennläufe waren unsauberer als im Training, aber warum genau es nicht geklappt hat, weiß ich nicht."

Dorothea Schwarz landete beim Olympia-Debüt auf Platz elf und zeigte sich zufrieden: "Ich bin happy, dass ich dabei sein durfte. Es ist ein unglaubliches Erlebnis. Es ist viel emotionaler, es ist so viel Gemeinschaft bei Olympia."

Gold ging in überlegener Manier an die Deutsche Julia Taubitz. Mit fast einer Sekunde Vorsprung auf die Silbermedaillen-Gewinnerin Elina Bota aus Lettland lieferte die DSV-Athletin eine absolute Machtdemonstration ab. Bronze ging an die US-Amerikanerin Ashley Farquharson. Pech hatte die Deutsche Merle Fräbel. Nach Tag eins lag sie noch knapp hinter Taubitz auf Platz zwei. Den dritten Lauf verpatzte sie jedoch komplett und rutschte schlussendlich auf Rang acht zurück.