„Im ersten Lauf waren vom Start bis Kurve vier zu viele Fehler dabei, der zweite war besser“, analysierte Lisa Schulte. „Mit dem Speed konnten wir mit den Deutschen nicht ganz mithalten. Es sind noch zwei Läufe, ich muss zulegen und voll attackieren.“
Schulte hatte nach dem ersten Lauf noch Rang acht belegt und steigerte sich im zweiten Durchgang. Um am Dienstag noch ins Medaillenrennen einzugreifen, braucht die 25-Jährige jedoch eine weitere Leistungssteigerung.
Trotz des Rückstands bleibt sie zuversichtlich: „Es ist noch alles möglich. Ich habe eine Ausgangslage, aus der ich nur nach vorne fahren kann.“
Prock und Schwarz nicht in den Top-10
Hannah Prock verlor als Elfte bereits 1,173 Sekunden. Prock hatte auf der neuen Bahn Schwierigkeiten und büßte in beiden Läufen jeweils mehr als eine halbe Sekunde ein. „Im ersten Lauf war ich zu riskant, im zweiten unsauber“, sagte die 26-Jährige. Ihre Medaillenchancen seien „ziemlich sicher gelaufen“.
Dorothea Schwarz verbesserte sich nach Rang 16 im ersten Lauf noch auf Platz 13 (+1,459). „Ich habe im ersten Durchgang einen schweren Fehler eingebaut, konnte einen Sturz gerade noch verhindern. Der zweite Lauf war okay. Morgen will ich zwei saubere Läufe zeigen“, erklärte sie.
An der Spitze deutet sich ein deutsches Duell an: Julia Taubitz übernahm im zweiten Lauf mit neuem Bahnrekord die Führung vor Merle Fräbel. Die beiden trennen lediglich 0,061 Sekunden. Die drittplatzierte Lettin Elina Bota liegt bereits knapp eine halbe Sekunde zurück.
