Rekordjagd nur im Hinterkopf: Wendl/Arlt "genießen das Leben"

Tobias Wendl und Tobias Arlt haben die Chance Historisches zu Erreichen
Tobias Wendl und Tobias Arlt haben die Chance Historisches zu ErreichenFoto von ROBERT MICHAEL / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Tobias Wendl wollte sich vor dem Start in die olympische Rekordjagd nicht in die Karten schauen lassen. Das Geheimnis für die Dominanz im Doppelsitzer mit Partner Tobias Arlt? "Unser Geheimnis bleibt unser Geheimnis", sagte der Rennrodler nach dem Training am Montag in Cortina d'Ampezzo mit einem Augenzwinkern, um dann anzufügen: "Nein, wir haben kein Geheimnis. Wir genießen einfach das Leben und haben Spaß, aber wenn es darauf ankommt, sind wir trotzdem konzentriert."

Und wie. Sechs olympische Goldmedaillen hat das bayerische Rodel-Duo bereits auf dem Konto, in Norditalien sollen am Mittwoch und Donnerstag die siebte und achte hinzukommen. Damit würden Wendl und Arlt mit den norwegischen Ikonen Ole Einar Björndalen (Biathlon), Björn Dählie und Marit Björgen (beide Langlauf) als erfolgreichste Winterolympioniken gleichziehen.

Seit 2014 bei Olympia im Doppelsitzer ungeschlagen

Die Aussicht auf einen Rekord treibt die beiden 38-Jährigen aber nicht an. "Wir wollen eine geile Show liefern", sagte Wendl, Arlt fügte an: "Wir performen und schauen, was dabei herauskommt. Ob es zu einem Rekord reicht, werden wir dann sehen." Schon mit "nur" einer Silber- oder Goldmedaille würden Wendl und Arlt zudem an Deutschlands Rekord-Winterolympionikin Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) vorbeiziehen.

Seit 2014 sind Wendl und Arlt bei Olympia im Doppelsitzer und in der Teamstaffel mit Deutschland ungeschlagen. Druck machen sie sich nicht mehr. "Wir nehmen das nicht allzu ernst. Das Leben ist kurz und man muss das Beste daraus machen", sagte Arlt: "Leistung bringen, genießen und Spaß haben, das ist das Wichtigste."

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