Rädler/Huber holen in der Team-Kombi sensationell Gold

Rädler und Huber strahlen mit Gold um die Wette
Rädler und Huber strahlen mit Gold um die WetteStefano RELLANDINI / AFP / AFP / Profimedia

Der zweite alpine Bewerb der Olympischen Winterspiele 2026 endete mit einer Überraschung und brachte Österreich die zweite Goldmedaille. Nicht das favorisierte US-Duo Mikaela Shiffrin/Breezy Johnson, sondern Katharina Huber und Ariane Rädler sicherten sich auf der Tofana den Olympiasieg in der Teamkombination.

Ariane Rädler hatte mit einer starken Abfahrt und Rang zwei – nur sechs Hundertstel hinter Weltmeisterin Breezy Johnson – eine ausgezeichnete Ausgangsposition geschaffen. Im Slalom verteidigte Katharina Huber diese mit einer kontrollierten Fahrt und verwies das deutsche Duo Emma Aicher/Kira Weidle-Winkelmann um 0,05 Sekunden auf Platz zwei. Bronze ging an die US-Paarung Jacqueline Wiles/Paula Moltzan (+0,25).

Für Huber (30) und Rädler (31) ist es der bislang größte Erfolg ihrer Karrieren. Beide hatten im Weltcup zuvor nur vereinzelt Podestplätze erreicht. Für Österreich bedeutet der Triumph die zweite Goldmedaille dieser Spiele nach Snowboarder Benjamin Karl, dazu kommen mehrere Silbermedaillen.

 

Rädler und Huber im Freudentaumel
Rädler und Huber im FreudentaumelLuciano Maria Bisi/IPA Sport / ipa-agency.net / IPA / Profimedia

 

Shiffrin verpatzt Slalom

Mikaela Shiffrin konnte im Slalom nicht entscheidend aufholen und fiel mit Breezy Johnson auf Rang vier (+0,31) zurück. Dahinter belegten Katharina Truppe/Cornelia Hütter Platz fünf, es fehlten 31 Hundertstel auf eine Medaille. Truppe machte den Druck für das Verpassen einer Medaille verantwortlich: "Ich habe die Nerven nicht gehabt, heute. Das bremst von Schwung zu Schwung." Hütter und Truppe freuten sich aber für die goldenen Teamkolleginnen. "Ariane hat es richtig gut erwischt. Kathi hat es im Slalom richtig runtergedrückt. Damit hat niemand gerechnet, das ist cool", lobt Hütter die Olympiasiegerinnen.

Katharina Gallhuber/Nina Ortlieb wurden Siebente, Mirjam Puchner/Lisa Hörhager 14. Einen besonderen Moment gab es zu Beginn des Slaloms: Petra Vlhova kehrte zwei Jahre nach ihrer schweren Knieverletzung in den Rennsport zurück, schied jedoch im Mittelteil aus.