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Gerichtsprozess um Tod von Diego Maradona für eine Woche unterbrochen

Der Prozess um seinen Tod dauert immer noch an: Diego Maradona
Der Prozess um seinen Tod dauert immer noch an: Diego MaradonaFoto von RYAN MURPHY / AFP

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona ist es zu einer erneuten Verzögerung gekommen. Das zuständige Gericht in San Isidro bei Buenos Aires setzte die Verhandlungen am Donnerstag vorläufig aus und vertagte die Anhörungen bis zum 27. August. Hintergrund ist ein Streit um medizinische Unterlagen, deren Zuordnung nun überprüft werden soll.

Das Gericht ordnete an, dass eine Klinik sowie ein Gesundheitsdienstleister Testergebnisse aus den Jahren 2011 bis 2015 vorlegen müssen. Ausgelöst wurde die Entwicklung durch einen Einwand der Verteidigung. Ein Anwalt hatte erklärt, die im Verfahren vorgelegten Werte einer Nierenuntersuchung stammten nicht von Maradona, sondern von dessen Vater - der ebenfalls Diego hieß und 2015 verstorben war.

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Verteidigern steht die Fortsetzung des Verfahrens grundsätzlich nicht infrage. Die aktuelle Unterbrechung zeigt jedoch erneut die Schwierigkeiten, die den Prozess begleiten.

Bereits 2025 war ein erster Prozess im Zusammenhang mit Maradonas Tod am 25. November 2020 gescheitert. Damals war eine Richterin von dem Verfahren ausgeschlossen worden, nachdem bekannt geworden war, dass sie heimlich an der Vorbereitung einer Dokumentarserie über den Fall beteiligt gewesen sein soll. Vor Gericht stehen mehrere medizinische Fachkräfte, die sich wegen ihrer Rolle im Zusammenhang mit Maradonas Tod verantworten müssen.