Palästinensischer Fußballverband fordert Ausschluss Israels

Fans aus Israel unterstützen ihre Nationalmannschaft
Fans aus Israel unterstützen ihre Nationalmannschaftmarco iacobucci / Alamy / Profimedia

Der palästinensische Fußballverband (PFA) hat infolge der von der FIFA auferlegten Strafe für den israelischen Fußballverband (IFA) erneut dessen Ausschluss gefordert. "Wir bestehen auf unserem Recht und setzen unsere Bemühungen fort, sicherzustellen, dass der israelische Fußballverband aus allen internationalen Institutionen ausgeschlossen wird", sagte PFA-Chef Jibril Rajoub am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Die FIFA hatte die IFA in der vergangenen Woche aufgrund "mehrfacher Verstöße" gegen Antidiskriminierungsverpflichtungen unter anderem mit einer Geldstrafe in Höhe von 150.000 Schweizer Franken (rund 165.000 Euro) belegt.

Ein Bericht der Disziplinarkommission des Weltverbands war zu dem Schluss gekommen, dass der IFA es versäumt habe, "wirksame Maßnahmen" gegen Beitar Jerusalem wegen "anhaltenden und gut dokumentierten rassistischen Verhaltens" zu ergreifen.

Geldstrafe nicht genug(?)

Die Geldstrafe sei "eine bedeutende Entscheidung" gewesen, betonte Rajoub, bleibe jedoch auch "unter dem erforderlichen Minimum". Der palästinensische Verband hatte der FIFA im Oktober 2024 Vorwürfe der Diskriminierung durch die IFA gemeldet.

Eine separate Untersuchung, die die Beteiligung von israelischen Vereinen mit angeblichem Sitz im besetzten Westjordanland an israelischen Ligen zur Grundlage hatte, war folgenlos geblieben.

Laut der Nachrichtenagentur AFP sind mindestens fünf Fußballklubs mit Sitz in israelischen Siedlungen im Westjordanland Mitglieder des israelischen Verbands. Rajoub führte diesen Punkt am Dienstag erneut als Basis eines möglichen Ausschlusses an. Zudem verwies er auf mutmaßliche kriminelle Aktivitäten einiger israelischer Funktionäre im Zuge des Krieges in Gaza.