Österreichs Flag-Football-Frauen haben die Weltmeisterschaft auf Rang sechs abgeschlossen. Einen Tag nach dem überzeugenden 42:26-Erfolg gegen Spanien war Deutschland im Spiel um Platz fünf eine Nummer zu groß. Die Auswahl von Headcoach Robert Riedl unterlag mit 6:34.
Damit beendet Österreich das Turnier als drittbeste europäische Nation hinter Großbritannien und Deutschland. Zuvor hatte sich Rot-Weiß-Rot in der Gruppenphase mit Siegen gegen China und Frankreich für das Viertelfinale qualifiziert. Dort war gegen Kanada beim 12:40 Endstation im Kampf um die Medaillen.
Die Reaktion folgte noch am selben Tag. Gegen ein starkes spanisches Team, das zuvor nur knapp mit 26:27 am Weltranglistenersten Mexiko gescheitert war, setzte sich Österreich mit 42:26 durch und qualifizierte sich für das Spiel um Rang fünf.
„Die Enttäuschung, unsere hochgesetzten Ziele nicht erreicht zu haben, überwiegt im Moment“, bilanzierte Riedl nach Turnierende. Der Headcoach kündigte eine genaue Aufarbeitung an: „Wir werden die WM gut analysieren und bei der EM nächstes Jahr wieder angreifen.“
Gleichzeitig verwies Riedl auf die gestiegene internationale Qualität: „Das Niveau bei dieser Weltmeisterschaft war mit Sicherheit das höchste jemals.“
Olympia-Traum lebt weiter
Die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles hat Österreich damit zwar verpasst, eine weitere Chance bietet sich aber ab 2027. Der nächste Schritt führt über die kontinentalen Meisterschaften. Bei der Europameisterschaft 2027 muss Österreich das Finale erreichen, um sich für die Olympic Qualifier Series zu qualifizieren. Dort treten insgesamt zehn Nationen an.
Die Qualifier Series wird vor den Olympischen Spielen in Montreal und Orlando ausgetragen. Dabei werden die letzten drei Olympia-Tickets pro Geschlecht vergeben. Für Österreich richtet sich der Fokus somit bereits auf die EM 2027 – und den nächsten Anlauf auf die historische Olympia-Qualifikation.
