Österreichs Flag-Football-Frauen haben bei der WM in Düsseldorf einen perfekten ersten Turniertag hingelegt. Nach Erfolgen gegen China und Frankreich steht die Mannschaft von Head Coach Robert Riedl bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Viertelfinalist fest.
Zum Auftakt legte Rot-Weiß-Rot gegen China vor allem vor der Pause stark los. Mit einer 22:7-Führung ging es in die Halbzeit, anschließend brachten die Österreicherinnen den Vorsprung kontrolliert über die Zeit und gewannen mit 35:27.
Späte Wende gegen Frankreich
Deutlich dramatischer verlief das zweite Gruppenspiel gegen Frankreich. Österreich führte zur Pause mit 16:13, geriet in der Schlussphase aber mit 16:19 in Rückstand. Rund eine Minute vor dem Ende schien Frankreich bei eigenem Ballbesitz bereits auf der Siegerstraße.
Eine Interception von Tabea Fiegl brachte Österreich jedoch noch einmal zurück. Quarterback Saskia Stribrny fand anschließend Franziska Sottner zum Touchdown und zur 23:19-Führung. Den letzten französischen Angriff konnte die ÖFB-Auswahl stoppen.
„Wenn wir so ein Spiel wie gerade gegen Frankreich 100 Mal spielen, gewinnen wir genau einmal – und das war genau heute“, sagte Riedl. Seine Mannschaft habe nach der starken Leistung gegen China diesmal „unbändigen Willen“ bewiesen.
Am Freitag (10:30 Uhr) wartet gegen Großbritannien die Neuauflage des EM-Finales von 2025. Beide Nationen stehen bereits im Viertelfinale, im direkten Duell geht es um den Gruppensieg und damit eine möglichst gute Ausgangsposition für die KO-Phase.
Männer gegen Japan unter Zugzwang
Weniger erfolgreich verlief der erste Tag für Österreichs Männer. Das Duell mit Nigeria wurde aufgrund des Nichtantritts des afrikanischen Vizemeisters automatisch für Österreich gewertet. Gegen Kanada setzte es anschließend eine deutliche 6:26-Niederlage.
Bereits zur Pause lag das Team von Head Coach Michael Salamon mit 0:20 zurück. „Auf diesem Niveau ist kein Platz für kleine Fehler“, bilanzierte Salamon. Vor allem zu Beginn habe seine Mannschaft keinen Zugriff auf die Partie gefunden.
Damit steht Österreich am Freitag (15:30 Uhr) gegen Japan unter Druck. Ein Sieg muss her, um ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. „Wir wissen, was wir können, haben es jetzt nur nicht aufs Feld gebracht“, so Salamon. „Das wollen wir morgen gegen Japan zeigen.“
