Olympia LIVE: Von Allmen holt Abfahrt-Gold - Karlsson im Langlauf unerreicht

Aktualisiert
Olympia LIVE am 7. Februar
Olympia LIVE am 7. FebruarFlashscore // Fabrice COFFRINI / AFP / AFP / Profimedia

Am Samstag finden die ersten Medaillenentscheidungen bei Olympia 2026 statt. Das erste große Highlight ist zweifelsohne die Herren-Abfahrt in Bormio. Auch im Langlauf und Skispringen wird zum ersten Mal Edelmetall vergeben. Dank dem Olympia-Tracker von Flashscore verpasst du keinen einzigen Wettkampf!

AKTUELLER MEDAILLENSPIEGEL

TÄGLICHER ZEITPLAN

Aktuelle Events

11:30 Uhr: Ski Alpin, Abfahrt Männer (Medaillenentscheidung)

13:00 Uhr: Skilanglauf, 10km + 10km Skiathlon Frauen (Medaillenentscheidung)

Olympia LIVE

14:17 Uhr - SKILANGLAUF DAMEN - Die deutschen Skilangläuferinnen um Peking-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler haben im ersten Rennen der Winterspiele von Mailand und Cortina die erhoffte Top-10-Platzierung verpasst. Beim Triumph der Schwedin Frida Karlsson im Skiathlon kam Pia Fink am Samstagmittag in Lago di Tesero als beste DSV-Starterin auf Platz zwölf, Hennig Dotzler wurde 30. mit über fünf Minuten Rückstand.

50-km-Weltmeisterin Karlsson setzte sich nach jeweils zehn Kilometern im klassischen und freien Stil mit 51,0 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Ebba Andersson durch, die bei der WM 2025 in Trondheim den Skiathlon gewonnen hatte. Bronze ging an die Norwegerin Heidi Weng (+1:26,7 Minuten). Weltcup-Gesamtsiegerin Jessie Diggins (USA), die 2022 in Peking Skiathlon-Silber geholt hatte, fiel nach einem Sturz in der ersten Runde früh zurück und wurde nur Achte (+2:21,1).

In einem von Beginn an sehr schnellen Rennen auf dem schweren Kurs im Fleimstal kassierten die deutschen Läuferinnen unerwartet große Rückstände. Die 30 Jahre alte Fink, die dank einer starken zweiten Rennhälfte für das beste DSV-Ergebnis in einem Olympia-Skiathlon seit Evi Sachenbacher-Stehle 2010 in Vancouver (Platz elf) sorgte, kam 3:04,9 Minuten nach Karlsson ins Ziel. Helen Hoffmann als 18. (+3:59,4) lag noch vor Hennig Dotzler (+5:00,4), Katherine Sauerbrey wurde 33. (+5:41,7).

Für die Schwedinnen, die schon bei der WM in Trondheim alle sechs Titel geholt hatten, war es der erste Olympiasieg im Skiathlon. Peking-Olympiasiegerin Therese Johaug (Norwegen) ist mittlerweile zurückgetreten, wenige Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes war sie als TV-Expertin in Tesero dabei.

13:15 Uhr - EISHOCKEY MÄNNER - Deutschlands Fahnenträger Leon Draisaitl kämpft am Tag nach der Eröffnungsfeier mit den Folgen seiner langen und kurzfristigen Anreise zu den Winterspielen. "Jetlag ist allemal ein Thema. Ich bin seit fünf Uhr wach", berichtete der Eishockey-Superstar am Samstag bei einer Pressekonferenz.

Missen will der Center des NHL-Klubs Edmonton Oilers diese Erfahrung trotz eines Zwölf-Stunden-Flugs und der Landung erst am Freitagvormittag in Mailand keinesfalls. "Anstrengend ist das falsche Wort, weil es sehr schön war. Aber es war viel", sagte der 30-Jährige.

Er freue sich nun "auf die nächsten zwei Wochen. Darauf, Flair und Vibe miterleben zu dürfen." Sein Vater Peter, der 1988, 1992 und 1998 dabei war, habe ihm immer weder von Olympia vorgeschwärmt, die Spiele seien "mit das Beste, was er erleben durfte", so der Sohn.

Draisaitl hat im Olympischen Dorf ein Einzelzimmer bezogen, "was ganz angenehm ist", sagte er grinsend. Er habe in den Jugendnationalmannschaften schon "viele Nächte" auf einer Stube mit seinen Kumpels Frederik Tiffels und Dominik Kahun verbracht, die in Mailand ein Zweibettzimmer teilen.

Die Öffentlichkeit und seine Mitspieler rief er dazu auf, sich nicht zu sehr auf ihn zu fokussieren: "Es geht hier nicht um mich. Es geht um die Mannschaft. Wir kommen über die Einheit, nicht über die Einzelspieler."

12:57 Uhr - SKI ALPIN MÄNNER - Weltmeister Franjo von Allmen hat das erste Gold der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo gewonnen. Beim spektakulären Abfahrtsrennen auf der berüchtigten Stelvio in Bormio gewann der 24 Jahre alte Schweizer vor dem gleichaltrigen italienischen Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni (+0,20 Sekunden). Bronze ging an den Südtiroler Routinier Dominik Paris (+0,50). Dem Schweizer Weltcup-Dominator Marco Odermatt, Weltmeister von 2023, blieb nur Rang vier (+0,70). Zur Meldung bei uns.

12:46 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Lindsey Vonn nickte zufrieden und zeigte kurz die Faust: Die US-Amerikanerin hat auch den abschließenden Test vor der Olympia-Abfahrt gut überstanden und scheint gerüstet für die Entscheidung am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Vonn, die in Cortina d'Ampezzo trotz eines Kreuzbandrisses an den Start gehen wird, absolvierte auch das zweite Training auf der Olimpia delle Tofane souverän, das lädierte Knie wirkt stabil.

Auch die deutschen Medaillenkandidatinnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann, die in Cortina 2021 WM-Silber in der Abfahrt gewonnen hatte, kamen am Samstag scheinbar gut zurecht. Wie schon in den Vortagen beeinträchtigten die Witterungsbedingungen in Cortina jedoch die Verhältnisse auf der Piste - auch deswegen sind die Leistungen in den Probedurchgängen, in denen die meisten Läuferinnen nicht volles Tempo fahren, nicht überzubewerten.

Vonn hatte bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt am vergangenen Freitag in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie und Knochenprellungen erlitten. Auch ihr Meniskus ist lädiert. Die 41-Jährige will ihren Olympia-Traum aber nicht aufgeben und in Cortina, wo sie im Weltcup mit zwölf Erfolgen Rekordsiegerin ist, ihr famoses Comeback mit ihrer zweiten Goldmedaille bei einer Olympia-Abfahrt nach 2010 krönen.

12:14 Uhr - SNOWBOARD DAMEN - Wegen eines gebrochenen Sprungbeins musste Snowboarderin Ramona Hofmeister um Olympia zittern. Nun fährt sie im Parallel-Riesenslalom um die Medaillen.

Vor ihren dritten Olympischen Winterspielen herrscht in Ramona Hofmeister vor allem ein Gefühl vor: Dankbarkeit. "Ich bin brutal glücklich, dass es funktioniert hat", sagt die Snowboarderin mit Blick auf ihre Teilnahme, "das Ziel war immer klar."

Im September schien der Traum jedoch bereits in weite Ferne gerückt - beim Training in Zermatt hatte sich die 28-Jährige das Sprungbein (Talus) gebrochen und das Außenband gerissen. Nun fährt Hofmeister am Sonntag im Parallel-Riesenslalom in Livigno (Finale ab 13.00 Uhr/ZDF und Eurosport) um die Medaillen.

Dass sich die viermalige Gesamtweltcupsiegerin trotz mehrmonatiger Trainings- und Wettkampfpause in Windeseile zurück in den Kreis der Favoritinnen katapultiert hat, verwunderte sogar sie selbst. Bei ihrem Weltcup-Comeback Anfang Januar fuhr Hofmeister im schweizerischen Scoul auf Anhieb auf Platz eins, es folgten vor Olympia ein weiterer Sieg sowie je ein zweiter und ein dritter Rang.

"Damit habe ich nicht gerechnet", sagte sie im Gespräch mit dem SID, "das hat mich ziemlich überwältigt." Allein, dass sie ihren Verletzungsrückschlag im Herbst erstaunlich gut hatte verarbeiten können, hat die Athletin vom WSV Bischofswiesen überrascht.

10:10 Uhr - BIATHLON DAMEN - Mit Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß startet das deutsche Biathlon-Team in die olympische Medaillenjagd. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Schlussläuferin Preuß bilden am Sonntag (14.05 Uhr/ZDF und Eurosport) das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Mixed-Staffel. Es ist die erste von elf Biathlon-Entscheidungen während der Winterspiele in Antholz. Erwartet wird auch der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Wettkampf.

"Die Mixed-Staffel ist wahrscheinlich das brutalste Rennen, weil so viele Nationen mindestens zwei gute Männer und Frauen haben. Du kannst einen fantastischen Wettkampf machen, wirst aber trotzdem nur Fünfter", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling im Vorfeld dem SID. Die Hoffnungen auf einen positiven Start sind dennoch groß: "Wenn es von Beginn an bei einem läuft, dann sind viele Dinge leichter."

Das heiße aber nicht, "dass Olympia nur erfolgreich wird, wenn wir in der Mixed-Staffel etwas holen", sagte Bitterling: "Aber was bei einem frühen Erfolg dann in einem Team passiert, ist ein Effekt, der nicht bezahlbar ist. Es wäre eine coole Geschichte."

9:33 Uhr - BIATHLON DAMEN - Franziska Preuß schob alle Gedanken an ihren Abschied von der großen Biathlon-Bühne beiseite. "Für mich ist es noch nicht präsent im Kopf", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres, es gebe jetzt noch "Wichtigeres". Schließlich ist der letzte Traum ihrer aktiven Laufbahn klar formuliert: Auf der Zielgeraden ihrer Karriere will sich Preuß endlich diese noch fehlende olympische Einzelmedaille sichern - und damit auch eine bislang sehr durchwachsene Saison auf einen Schlag retten.

Franziska Preuß startet am Sonntag in ihre letzten Olympischen Spiele.
Franziska Preuß startet am Sonntag in ihre letzten Olympischen Spiele.ALEXANDER HASSENSTEIN / GETTY IMAGES VIA AFP

8:59 Uhr - Jetzt können die Winterspiele beginnen: Die deutschen Athletinnen und Athleten haben euphorisch auf die auf mehrere Standorte verteilte Olympia-Eröffnungsfeier reagiert. "Es war wirklich viel cooler als erwartet", sagte Skeletoni Axel Jungk: "Ich habe immer noch ein bisschen eine zittrige Stimme. Es war sehr, sehr schön."

Die Feierlichkeiten fanden zeitgleich im legendären Mailänder San Siro Stadion, Predazzo, Cortina und Livigno statt. Jungk gehörte dem Teil der Delegation an, der in Cortina an der Zeremonie teilnahm. "Natürlich wäre Mailand nochmal ein Stück krasser gewesen", sagte der 34-Jährige: "Aber hier durch die Gassen zu laufen, zu sehen, dass da doch sehr viele Leute waren, die haben alle gejubelt und geschrien, das war Gänsehaut."

Auch Geburtstagskind Jacqueline Pfeifer, die wie Jungk im Skeleton um die Medaillen fahren will, sprach von einem "sehr schönen Gefühl". Es sei "mega cool" gewesen und habe "den Tag perfekt abgerundet". Gerade nach den Corona-Spielen von Peking "ist es einfach total schön, mit den Fans und Publikum die Wettkämpfe zu starten".

Doch nicht nur in Cortina war die deutsche Delegation von dem Auftakt angetan. Für Eishockey-Nationalmannschaftskapitänin Daria Gleißner war der Einmarsch in das San Siro "der Wahnsinn", sie sei "mega dankbar, hier sein zu dürfen". Und auch Snowboard-Hoffnungsträgerin Ramona Hofmeister "hatte richtig Spaß" in Livigno.

8:55 Uhr - Sie sind verletzt, gesperrt oder verzichten freiwillig: Größen des Wintersports wie Eishockey-Star Alexander Ovechkin oder Österreichs Skilegende Marcel Hirscher verpassen die Winterspiele von Mailand/Cortina. Ein Überblick.

Auch Marcel Hirscher wird bei Olympia 2026 nicht dabei sein.
Auch Marcel Hirscher wird bei Olympia 2026 nicht dabei sein.JOHANN GRODER/AFP

8:23 Uhr - BIATHLON DAMEN - Janina Hettich-Walz ist zwiegespalten. "Klar ist es schade, dass man nicht dieses klassische Olympische Dorf hat", sagte die Biathletin zu den etwas anderen Rahmenbedingungen bei den Winterspielen in Norditalien: "Auf der anderen Seite sage ich, dass es mir so lieber ist, als wenn man auf Teufel komm raus alles an einen Ort baut. Dann verzichte ich lieber auf das olympische Feeling."

In Antholz sind die Biathletinnen und Biathleten unter sich, die Strecken zu allen anderen Sportstätten sind lang. Und so müssen gewisse Hilfsmittel her, um die vielen spannenden Wettkämpfe zu verfolgen. Im Fernsehen schaue sie sich "alles an, was geht", sagte Hettich-Walz: "Wir sind hier aber schon ein bisschen weit weg von allen anderen." Und so glaube sie nicht, "dass es möglich ist, andere Sportarten anzuschauen".

Auch DSV-Teamkollegin Selina Grotian "vermisst ein bisschen das Olympische Dorf und das Feeling, wie es gewesen wäre, wenn wir alle zusammen gewesen wären". Dennoch komme "schon ein Vibe auf". Und so ist die Vorfreude im deutschen Lager vor dem Auftakt der Medaillenrennen am Sonntag mit der Mixed-Staffel (14.05 Uhr/ZDF und Eurosport) dennoch groß. "Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht", sagte Grotian.

8:00 Uhr - ÜBERSICHT - Die Herren-Abfahrt in Bormio ist ein absolutes Highlight bei den Olympischen Winterspielen 2026. Der Schweizer Marco Odermatt gilt als erster Favorit, mit Routinier Dominik Paris und dem formstarken Giovanni Franzoni dürfen sich auch zwei italienische Lokalmatadoren berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen. Aus österreichischer Sicht ist Vincent Kriechmayr das heißeste Eisen. Er hat 2022 die Weltcup-Abfahrt in Bormio gewonnen und zuletzt auch im Training gute Leistungen gezeigt.

Auch im Langlauf darf der ÖSV auf eine Medaille hoffen. Teresa Stadlober holte sich 2022 in Peking im Skiathlon die Bronzemedaille. Aus deutscher Sicht sieht die Sache etwas komplizierter aus. Victoria Carl fehlt aufgrund einer Dopingsperre. Katharina Hennig hat immerhin Außenseiterchancen.

Große Favoritin im Skispringen der Damen ist Nika Prevc. Die Slowenien dominiert bereits seit Saisonstart sämtliche Schanzen. Mit Lisa Eder, Eva Pinkelnig und Jacqueline Seifriedsberger hat Österreich einige vielversprechende Athletinnen im Rennen. Auch Deutschland hat sehr gute Chancen auf eine Medaille. Neben Fahnenträgerin Katharina Schmid ist hierbei vor allem Selina Freitag zu nennen.   

Highlights: Samstag, 7. Februar

11:30 Uhr: Ski Alpin, Abfahrt Männer (Medaillenentscheidung)

13:00 Uhr: Skilanglauf, 10km + 10km Skiathlon Frauen (Medaillenentscheidung)

16:00 Uhr: Eisschnelllauf, 3.000m Frauen (Medaillenentscheidung)

19:30 Uhr: Snowboard, Big Air Männer (Medaillenentscheidung)

19:57 Uhr: Skispringen, Normalschanze Einzel Frauen (Medaillenentscheidung)