DEUTSCHE STARTER AM MITTWOCH
OLYMPIA LIVE
18:27 Uhr - RODELN HERREN - Den deutschen Rennrodlern Tobias Wendl und Tobias Arlt droht bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene Doppelsitzer-Duo aus Bayern liegt in Cortina d'Ampezzo nach dem ersten Lauf nur auf Rang fünf. Der Rückstand auf die überraschend führenden US-Amerikaner Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa beträgt 0,101 Sekunden. Rekordweltmeister Toni Eggert und Florian Müller lauern auf Rang vier (+0,097).
Eine Silbermedaille würde Wendl und Arlt schon reichen, um an Deutschlands Rekord-Winterolympionikin Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) vorbeizuziehen. Doch das mit drei Weltcupsiegen in Folge angereiste Duo will eigentlich mehr: Seit Sotschi 2014 sind die beiden 38-Jährigen bei Olympia im Doppelsitzer und in der Teamstaffel mit Deutschland ungeschlagen.
17:55 Uhr - LANGLAUF HERREN - Johannes Høsflot Klæbo steht davor, Olympiageschichte zu schreiben. Der norwegische Langlauf-Star hat bereits sieben Goldmedaillen gewonnen, und bei den aktuellen Winterspielen könnte er noch mehrere hinzufügen. Mit seinem kompromisslosen Stil und einem spektakulären Anstiegssprint, der viral ging, dominiert er die Konkurrenz nach Belieben. Selbst seine Rivalen geben offen zu, dass sie meist nur noch um Silber kämpfen.
Seine außergewöhnliche Stärke zeigt sich vor allem in seiner Vielseitigkeit: Klæbo gewinnt sowohl Sprints als auch Langdistanzen. Bei der WM 2025 in Trondheim triumphierte er über die Sprint- wie auch über die 50-Kilometer-Distanz. Inspiriert von klassischen Techniken vergangener Legenden perfektionierte er selbst selten gewordene Laufstile und hebt sich damit zusätzlich von der Konkurrenz ab. Mit nun über 100 Weltcupsiegen zählt er schon jetzt zu den Größten seines Sports.
Den Grundstein für seine Karriere legte vor allem sein Großvater, der ihn seit Kindheitstagen förderte und bis heute begleitet. Mit 16 entschied sich Klæbo endgültig gegen den Fußball und für den Skisport. Sollte er seine Erfolgsserie fortsetzen, könnte er mit bis zu elf Goldmedaillen zum erfolgreichsten Winter-Olympioniken aller Zeiten werden. Mit gerade einmal 29 Jahren scheint seine Erfolgsreise noch lange nicht beendet.
17:37 Uhr - RODELN DAMEN - Die deutschen Rennrodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina liegen bei der olympischen Premiere des Frauen-Doppelsitzers auf Medaillenkurs. Das Duo belegt trotz eines kleinen Patzers am Start nach dem ersten Lauf den Silberrang, nur 22 Tausendstelsekunden fehlen auf die in Führung liegenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer.
Und im Kampf um Gold deutet sich im Cortina Sliding Centre ein Krimi an: Die Weltmeisterinnen und Topfavoritinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich liegen 91 Tausendstelsekunden hinter Platz eins auf Rang drei. Anders als im Einsitzer gibt es bei den Doppelsitzern nur zwei Läufe.
Eitberger und Matschina wollen im Eiskanal an die Erfolge von Max Langenhan und Julia Taubitz anknüpfen und das bereits dritte Gold für das deutsche Rodel-Team gewinnen. In der Teamstaffel am Donnerstag bekommen Eitberger/Matschina eine weitere Chance auf Edelmetall.
16:45 Uhr - ERÖFFNUNG EISHOCKEY - Die Herren eröffnen das Olympische Eishockey-Turnier. Die Slowakei versucht im Auftaktspiel gerade gegen die Favoriten aus Finnland wichtige erste Punkte zu holen. Das deutsche Team ist dann morgen Abend gegen Dänemark um 21:10 das erste Mal im Einsatz.
Match-Center: Slowakei vs. Finnland
16:29 Uhr - FIS-Präsident Johan Eliasch hat den ersten Olympia-Wettkampf der um ihre Zukunft bangenden Nordischen Kombinierer als vollen Erfolg bezeichnet. "Ich fand es fantastisch. Die Stimmung hier im Stadion war einfach großartig. Für mich persönlich war dies der Höhepunkt der Spiele, ich bin wirklich sehr zufrieden", sagte der Chef des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes.
Eliasch hatte den Wettkampf an der Seite von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry verfolgt, die im Mai über die Zukunft der Sportart (mit)bestimmen muss. "Sie wirkte sehr begeistert. Sie hat sehr aufmerksam und mit großem Interesse zugeschaut und ist mehrmals aufgestanden, um zu applaudieren. Ich glaube also, dass ihr gefallen hat, was sie gesehen hat", sagte Eliasch.
Das IOC wird im Mai entscheiden, ob die Kombination auch 2030 zum olympischen Programm gehören wird. Entweder werden dann auch die Frauen aufgenommen, oder die seit der Premiere 1924 immer vertretene Sportart wird komplett gestrichen. "Es ist allen klar, dass dies eine sehr erfolgreiche Sportart ist", sagte Eliasch.
Der FIS-Chef versprach, sich beim IOC weiter für die Kombination einsetzen zu wollen - und vor allem für die Frauen. "Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist, würde ich sagen, undenkbar. Ich hätte die Frauen sehr gerne hier gesehen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass diese Disziplin langfristig im Kalender bleibt", sagte er.
16:12 Uhr - SKI FREESTYLE DAMEN - Wayne Lemley war begeistert. Was diese wilden Ski-Freestyler da bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City auf die Buckelpiste zauberten, sollten seine Kinder auch irgendwann lernen. Und so stellte der Pilot später seine Tochter Elizabeth mit nur neun Monaten erstmals auf Ski. Heute, rund 19 Jahre später, hat auch Elizabeth Lemley den Pilotenschein - und ist Olympiasiegerin auf der Buckelpiste.
Die 20-jährige US-Amerikanerin setzte sich im Livigno Snow Park vor ihrer Teamkollegin Jaelin Kauf durch, der Weltmeisterin und Olympia-Zweiten von Peking. Dritte wurde Perrine Laffont aus Frankreich, die Olympiasiegerin von 2018 und sechsmalige Weltmeisterin. Peking-Siegerin Jakara Anthony aus Australien patzte schwer und wurde Achte.
15:44 Uhr - BIATHLON DAMEN - Franziska Preuß hat ihre erste Einzelmedaille bei den Olympischen Spielen auf dramatische Art und Weise aus der Hand gegeben. Die Gesamtweltcupsiegerin führte im Biathlon-Einzel bis zum letzten Schießen, leistete sich dort allerdings zwei Strafminuten und fiel auf Rang zehn zurück. Nach 15 Kilometern fehlte letztlich 1:15 Minute aufs Podest, ohne die beiden Fehlschüsse beim letzten Schießen hätte es zu Silber hinter Siegerin Julia Simon aus Frankreich gereicht.
Vanessa Voigt blieb zwar fehlerfrei, konnte aber auf der Loipe und in der Schießzeit nicht mit den Besten mithalten. Deshalb reichte es nach dem vierten Platz im Einzel von Peking diesmal erneut zu Rang vier, 12,9 Sekunden fehlten zur Medaille. "Total schwierig, meine Gedanken zu ordnen. Grundsätzlich bin ich total stolz auf meine Leistung. Ich weiß, dass wieder die Themen Schieß- und Laufzeit kommen", sagte Voigt in der ARD: "Aber ich bin total happy mit dem Rennen."
15:06 Uhr - BIATHLON DAMEN - Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete Biathletin Rebecca Passler hat vor der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshof CAS eine Niederlage einstecken müssen, ein Start bei den Olympischen Winterspielen rückt für die Italienerin damit in die Ferne.
Der CAS erklärte sich für "nicht zuständig", da Passler ihre Beschwerde an die italienische Anti-Doping-Agentur NADO stellen müsse. Gegen ihre vorläufige Sperre könne sie weiterhin Einspruch beim Berufungsausschuss von NADO Italia einlegen. Die Frist läuft allerdings am Donnerstag ab.
14:41 Uhr - Simon Jocher war klar, dass seine Olympischen Spiele nicht gerade optimal verlaufen waren. Rang 21 in der Abfahrt, Rang 17 im Super-G, dazwischen in der Team-Kombi gemeinsam mit Slalom-Fahrer Linus Straßer Rang zehn: "Viel mehr war nicht drin", sagte der 29 Jahre alte Garmischer nach dem Abschluss seiner Rennen. Sie endeten mit der bitteren Erkenntnis, dass er von der Weltspitze weit entfernt ist.
So blieb Jocher, der als einziger Vertreter des kleinen deutschen Abfahrtsteams angereist war, nur die Hoffnung, "dass ich endlich den Schritt mache, ein konstanter Top-Ten-Fahrer werde und auch um die Medaillen mitkämpfen kann. Das wäre das große Ziel." Für "das nächsten Mal", ergänzte er, also für 2030 in Frankreich, wünsche er sich außerdem, "dass wir mit einer breiteren Mannschaft antreten können".
Etwas positiver gestimmt war trotz Rang 29 im Super-G Olympia-Debütant Anton Grammel. "Das war ein gutes Training für den Riesenslalom, den Hang im Renntempo runterzufahren", sagte der 27-Jährige nach seinem "Schnupperkurs" auf der Pista Stelvio in Bormio, "ich kann nun nicht mehr überrascht werden, weil ich alles schon kenne."
In seiner Spezialdisziplin Riesenslalom will Grammel am Samstag (10.00 Uhr/13.30 Uhr, ARD und Eurosport) besser abschneiden. "Bei Olympia zählen die Medaillen, alles andere ist eigentlich egal", sagte er, seiner "Außenseiterrolle" ist er sich indes wohl bewusst: "Ich habe keinen Druck. Ich will das umsetzen, was ich mir vornehme. Dann wird sicherlich auch ein ordentliches Ergebnis dabei rauskommen."
14:26 Uhr - KOMBINATION HERREN - Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger hat bei den Winterspielen von Mailand und Cortina eine Medaille im Wettbewerb von der Normalschanze deutlich verpasst. Der Oberstdorfer musste sich beim Sieg des Norwegers Jens Luraas Oftebro unter den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry mit Rang zehn begnügen. Geigers Traum von einem erneuten Einzel-Coup wie vor vier Jahren in Peking platzte in der Schlussrunde. Bester Deutscher war Johannes Rydzek auf Platz acht.
Während Geiger an einem Anstieg im Finale die Luft ausging, setzte sich Oftebro in einem packenden Finale mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Österreicher Johannes Lamparter durch. Bronze ging an den Finnen Eero Hirvonen (+2,5 Sekunden). Rydzek lag 1:09,4 Minuten zurück, Geiger kassierte 1:52, Julian Schmid als 14. gar 2:56 Minuten Rückstand.
Geiger war nach einem Sprung auf 98,0 m als Siebter mit nur 29 Sekunden Rückstand auf den führenden Esten Kristjan Ilves in den schweren Langlauf über 10 km gegangen. Der norwegische Topläufer Oftebro startete direkt vor ihm. Rydzek und Schmid lagen auf den Plätzen zwölf und 13 eine knappe Viertelminute hinter Geiger. Nach 5 km schloss die Favoritengruppe um Geiger zu Ilves auf.
In der letzten Runde ging dann aber auf einmal gar nichts mehr bei Geiger, der am Vortag im Abschlusstraining wegen Knieproblemen vorsichtshalber auf Sprünge verzichtet hatte. Am Wettkampftag sprang er dann weitgehend beschwerdefrei.
13:20 Uhr - SKIATHLON DAMEN - Mit "norwegischem Spirit" für Deutschland: Die in Oslo geborene Skilangläuferin Theresa Fürstenberg erhält kurzfristig einen Startplatz im DSV-Team für das olympische Freistil-Rennen über zehn Kilometer am Donnerstag. "Sie reist an und wird das in Angriff nehmen. Sie freut sich riesig", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder.
Die 23 Jahre alte Fürstenberg hatte sich als Ersatzläuferin in der Heimat bereit gehalten. "Ihr Papa ist Norweger, die Mama Deutsche. Sie ist in Norwegen aufgewachsen. Sie hat den Spirit, den man in Norwegen in die Wiege gelegt bekommt, mitgenommen", sagte Schlickenrieder. Fürstenberg hatte bis 2022 als Norwegerin an Juniorenrennen teilgenommen.
Da Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler ebenso wie Katherine Sauerbrey auf das Rennen (13.00 Uhr/ZDF und Eurosport) verzichtet, erhält Fürstenberg eine Chance. "Es geht darum, Erfahrung zu sammeln und ihre gute Saison mit einem Olympia-Auftritt zu krönen. Das ist das Schönste, wenn man unverhofft zu so einem Einsatz kommt. Da nimmt man auch in Kauf, dass es eine Dreiecks-Fahrerei gibt", sagte Schlickenrieder. Fürstenberg wird nach ihrem Olympiastart zum zweitklassigen Continental Cup im tschechischen Nove Mesto reisen.
Hennig Dotzler verzichtet dagegen auf das Rennen in dem von ihr weniger geliebten freien Stil. "Sie hat im Skiathlon gesehen, dass ihr der Skating-Teil schwer gefallen ist. Also volle Konzentration auf die Staffel", sagte Schlickenrieder.
13:05 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Das Schweizer Ski-Idol Franjo von Allmen hat bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo Geschichte geschrieben und ist in die Riege der Legenden seines Sports gerast. Der 24-Jährige sicherte sich als erster Schweizer Gold im Super-G und damit seinen dritten Olympiasieg in Bormio. Das Triple bei ein und denselben Spielen war bislang nur dem Österreicher Toni Sailer 1956 und dem Franzosen Jean-Claude Killy 1968 gelungen.
Von Allmen hatte bereits in der Abfahrt und an der Seite von Tanguy Nef in der neuen Team-Kombination Gold geholt. Der 2009 im Alter von 73 Jahren verstorbene Sailer war vor 70 Jahren in Cortina d'Ampezzo in Abfahrt, Riesenslalom und Slalom erfolgreich. Auch Killy (82) räumte vor 58 Jahren in Grenoble in diesen drei Disziplinen den Olympiasieg ab.
Ihr "Erbe" verwies den US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der bereits 2022 in Peking Silber gewonnen hatte, um 0,13 Sekunden auf Platz zwei. Bronze ging an Weltmeister Marco Odermatt aus der Schweiz (+0,28). Mitfavorit Dominik Paris (Italien) verlor bei einem Schlag seinen rechten Ski und kam zu Fall, verhinderte aber einen schlimmeren Sturz.
Das deutsche Duo hatte in Italien erwartungsgemäß nichts zu tun mit der Medaillenentscheidung. Simon Jocher (+1,55) belegte Rang 17, Olympia-Debütant Anton Grammel (4,07) kam nicht in die Top 25.
12:54 Uhr - SNOWBOARD HERREN - Leilani Ettel schlug die Hände über ihrem behelmten Kopf zusammen, kurz darauf fand sie Trost in den Armen ihrer Schwester Kona. Die deutsche Halfpipe-Hoffnung, Elfte der Winterspiele von Peking, hat das olympische Finale in Livigno verpasst. Platz 13 reichte nicht, nur die besten zwölf dürfen am Donnerstag (19.30 Uhr/ZDF und Eurosport) um die Medaillen kämpfen.
Die ältere der Münchner Ettel-Schwestern konnte sich damit trösten, dass es so knapp nicht war: Immerhin 7,75 Punkte fehlten der 24-Jährigen, die nach dem ersten von zwei Läufen noch auf Rang zwölf gelegen hatte, um wie vor vier Jahren in das Ringen um Edelmetall eingreifen zu können. Zwar verbesserte sich Ettel im zweiten Run noch einmal um 13 Zähler auf 67,50 Punkte, doch das reichte nicht. Ihre Schwester Kona (18) wurde 18., Anne Hedrich (19) kam auf Platz 19.
11:31 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Die zweite Medaille erhielt Philipp Raimund zwar nicht, dafür behielt er recht: "Ich hab ja gesagt, dass der Domen möglicherweise drei Trainingssprünge mehr gebraucht hätte - und siehe da: heute ist er voll dagewesen", sagte der Normalschanzen-Olympiasieger nach dem vierten Platz mit dem DSV-Team im Mixed-Wettbewerb am Dienstagabend, den ein ganz starker Prevc mit seinen Slowenen souverän gewann.

11:07 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION HERREN - Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist gut in den Wettkampf von der Normalschanze gestartet und kämpft in Val di Fiemme um eine Medaille. Der Oberstdorfer flog in Predazzo auf 98,0 m und geht nur 29 Sekunden nach dem führenden Esten Kristjan Ilves als Achter in den schweren 10-km-Skilanglauf ab 13.45 Uhr (ARD und Eurosport) in Lago di Tesero.
Norwegens Superläufer Jens Luraas Oftebro startet als Siebter nur eine Sekunde vor Geiger. "Er ist direkt bei mir. Ich werde versuchen, an ihm dran zu bleiben. Am Schluss ist dann immer alles möglich. Es wird ein sehr hartes Rennen - mal schauen, was mein Körper hergibt", sagte Geiger.

Routinier Johannes Rydzek (+42 Sekunden) und Team-Weltmeister Julian Schmid (+43 Sekunden) und folgen auf den Rängen zwölf und 13 mit etwas mehr Abstand. Österreichs Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter geht 21 Sekunden nach Ilves als Sechster in die Loipe. Geiger hatte am Vortag im Abschlusstraining wegen Knieproblemen vorsichtshalber auf Sprünge verzichtet. Am Wettkampftag sprang er dann weitgehend beschwerdefrei.
10:41 Uhr - EISKUNSTLAUF HERREN - Im Herzen fühlte sich Maxim Naumov seinen Eltern ganz nah. "Ich habe das Gefühl, dass sie mich heute geführt haben", sagte der US-Eiskunstläufer nach einem emotionalen und bittersüßen Dienstagabend auf dem Olympia-Eis in Mailand: "Ich habe ihre Anwesenheit gespürt. Bei jedem Gleiten und jedem Schritt, den ich auf dem Eis gemacht habe." Mehr Infos
10:08 Uhr - SKELETON HERREN - Der ukrainische Skeleton-Pilot Vladyslav Heraskevych hat bei seinem Grundsatzstreit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) prominente Unterstützung erhalten. "Ich kann ihn definitiv verstehen", sagte der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch.
9:35 Uhr - BIATHLON HERREN - Es hätte eigentlich der große Tag des Johan-Olav Botn sein sollen. Nach der Tragödie um seinen Kumpel Sivert Guttorm Bakken, den er unmittelbar vor Weihnachten tot in einem Hotelzimmer aufgefunden hatte, markierte der epochale Einzel-Olympiasieg des norwegischen Biathleten einen frühen emotionalen Höhepunkt bei den Winterspielen. Doch nur wenige Minuten nach seinem herausragenden sowie bewegenden Erfolg rückte dieser plötzlich völlig in den Hintergrund - weil Teamkollege Sturla Holm Lägreid sehr pikante Details aus seinem Privatleben ausplauderte.

9:01 Uhr - EISHOCKEY HERREN - Erstmals seit Sotschi 2014 nehmen die NHL-Stars wieder am Olympischen Eishockey-Turnier teil, im deutschen Team ist Leon Draisaitl der große Hoffnungsträger. Der Stürmer sorgt im Trikot der Edmonton Oilers seit Jahren für Furore und will nun auch in Italien auftrumpfen. Genau wie seine Kollegen aus der besten Liga der Welt - das sind internationale Topstars des am Mittwoch beginnenden Turniers der Männer.
8:15 Uhr - EISSCHNELLAUFEN HERREN - Finn Sonnekalbs außergewöhnliches Talent zwang seinen Vater in sein ganz eigenes Olympia-Abenteuer. Weil der deutsche Eisschnellläufer mit nur 18 Jahren erstmals an Winterspielen teilnimmt, reiste der Senior zur Unterstützung aus Erfurt mit dem Fahrrad nach Norditalien - und löste so ein Versprechen ein. "Im Jahr 2024 habe ich ihm gesagt: Wenn du es schaffst, 2026 nach Mailand zu kommen, dann komme ich mit dem Rad runtergefahren. Das muss ich jetzt einlösen", sagte Papa Gerrit Schädler dem MDR. Mehr Infos

7:53 Uhr - Ob Dominatoren auf der Schanze, Zwillinge auf dem Eis oder ein "Curling-Baby": Die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind für manche Teilnehmer ein Familienausflug. Flashscore stellt eine Auswahl vor.
VORSCHAU MITTWOCH - Geht man nach der Saison 2025, ist Marco Odermatt im Super-G der Herren der große Favorit. Odermatt sicherte sich im Februar den Weltmeistertitel und lag im Gesamtweltcup fast 300 Punkte vor seinem ärgsten Verfolger, Vincent Kriechmayr aus Österreich.
Im Abfahrtsrennen der Herren verpasste Odermatt überraschend das Podium, doch im Super-G auf der anspruchsvollen Stelvio-Piste will er ab 11:30 Uhr seine Dominanz zweifellos wiederherstellen.
Allerdings wird er sich mächtig strecken müssen, um seinen Schweizer Landsmann Frajo von Allmen zu schlagen, der in Bormio in bestechender Form ist.

Der 24-jährige Von Allmen gewann die Abfahrt und holte sich innerhalb von 72 Stunden seine zweite Goldmedaille, als er gemeinsam mit Tanguy Nef im Teamwettbewerb am Montag Gold gewann – bei der Olympia-Premiere dieser Disziplin.
Dass es auch Überraschungen geben kann, bewies Ryan Cochran-Siegle mit seiner Silbermedaille in Peking vor vier Jahren. Cochran-Siegle zählt zwar nicht zu den Medaillenfavoriten, sollte aber keinesfalls unterschätzt werden – alle seine Podestplätze feierte er in Italien.
Bei ihren letzten Heimspielen will Dorothea Wierer Geschichte schreiben und Italiens erstes olympisches Biathlon-Gold gewinnen, wenn sie ab 14:15 Uhr im 15-km-Einzel an den Start geht.
Sie und das italienische Mixed-Staffelteam konnten in Milano Cortina 2026 bereits Medaillenerfolge feiern: Am Sonntag holten sie gemeinsam mit Tommaso Giacomel, Lukas Hofer und Lisa Vittozzi Silber.

Wierer ist Italiens erfolgreichste Biathletin: Vier olympische Medaillen (dreimal Bronze, einmal Silber) bei vier Teilnahmen, dazu zwölf WM-Medaillen und insgesamt sechs Kristallkugeln (zwei Gesamtwertungen sowie Disziplinwertungen im Einzel, in der Verfolgung und im Massenstart).
Die Italienerin bekommt es jedoch mit starker Konkurrenz zu tun, allen voran mit Frankreichs Lou Jeanmonnot, die im Einzel-Sprint die Weltcupwertung 2025/26 anführt, sowie mit Justine Braisaz-Bouchet, die im Januar das 12,5-km-Einzel gewann und damit ihre Topform zum richtigen Zeitpunkt unterstrich.
Auch Wierers Teamkollegin Lisa Vittozzi sowie Schwedens Hanna Öberg und Deutschlands Franziska Preuß werden im Finale eine wichtige Rolle spielen.

Das Eröffnungsspiel des olympischen Eishockeyturniers der Männer ist gleich ein echter Kracher: Finnland trifft ab 16:40 Uhr auf Slowakei – die Gold- und Bronzemedaillengewinner von 2022. Beide Teams wollen die Gruppe B gewinnen, was ihnen das direkte Ticket für das Viertelfinale sichern würde, ohne ein zusätzliches Spiel in der Playoff-Runde bestreiten zu müssen.
In Gruppe A spielen Kanada, Tschechien, Frankreich und die Schweiz. Finnland, Italien, Schweden und die Slowakei treten in Gruppe B an. Gruppe C besteht aus Dänemark, Deutschland, Lettland und den USA. Erstmals seit 2014 sind wieder NHL-Spieler bei Olympia dabei – damit ist in Mailand absolute Weltklasse auf dem Eis zu sehen.
Die Zuschauer in Mailand dürfen sich auf zahlreiche Stars freuen, darunter 'Captain Canada' Sidney Crosby, der 2010 in Vancouver das Golden Goal gegen die USA erzielte.
Weitere Topspieler, die bei Olympia bereits für Furore gesorgt haben, sind Schwedens Erik Karlsson, Finnlands Miro Heiskanen und der Slowake Juraj Slafkovsky. Außerdem feiern Connor McDavid im Team Kanada und der zweimalige Stanley-Cup-Sieger Matthew Tkachuk im Team USA ihr Olympia-Debüt.
Highlights: Mittwoch, 11. Februar
11:30 Uhr: Ski Alpin, Super-G Männer (Medaillenentscheidung)
14:15 Uhr: Ski Freestyle, Buckelpiste Frauen (Medaillenentscheidung)
14:15 Uhr: BIathlon, Einzel 15 km Frauen (Medaillenentscheidung)
16:40 Uhr: Eishockey, Slowakei vs. Finnland Männer (Vorrunde)
17:30 Uhr: Rodeln, Doppelsitzer Männer/Frauen (Medaillenentscheidung)
18:30 Uhr: Eisschnellauf, 1.000 Meter Männer (Medaillenentscheidung)
19:30 Uhr: Eiskunstlauf, Eistanz Kür Paare (Medaillenentscheidung)
21:10 Uhr: Eishockey, Schweden vs. Italien Männer (Vorrunde)
