Nach dem Springen war Österreich mit 29 Sekunden Rückstand auf die führenden Deutschen in die Loipe gestartet. Auf Bronze fehlten nur acht Sekunden. Trotz der tiefen Spurbedingungen schloss das ÖSV-Duo früh zur Spitze auf. In der entscheidenden Phase setzten sich Norwegen, Finnland und Österreich ab, nachdem Deutschland und Japan durch Stürze zurückfielen.
Kurz darauf stürzte auch Stefan Rettenegger, verlor wertvolle Sekunden, konnte aber weiterlaufen und an Johannes Lamparter übergeben. Der Rückstand nach vorne war jedoch nicht mehr aufzuholen. Lamparter brachte Bronze sicher ins Ziel, während Norwegen im Sprint knapp vor Finnland gewann.
Zufriedenheit nach "hartem Stück Arbeit"
Im Ziel überwog die Zufriedenheit über Platz drei, es war bereits die 18. Medaille für Österreich bei diesen Spielen. Rettenegger sprach von einem "harten Stück Arbeit" und zeigte sich mit seiner Leistung auf der Loipe zufrieden. Nach seinem Sturz sei er kurz aus dem Rhythmus gekommen, habe aber ruhig weitergearbeitet: "Das ist nach so einem Sturz nicht einfach."

Für Lamparter endeten die Spiele damit äußerst erfolgreich: In allen drei Bewerben der Nordischen Kombination stand er auf dem Podest. "Wir mussten heute kämpfen, die Bedingungen waren schwierig. Drei Medaillen bei drei Starts – darauf kann man stolz sein", sagte der Tiroler.
Cheftrainer Christoph Bieler hob die kämpferische Leistung hervor. Nach einem nicht optimalen Springen habe das Team auf der Loipe überzeugt, ebenso wie das Serviceteam unter schwierigen Wetterverhältnissen.
Dominierend war erneut der Norweger Jens Luraas Oftebro, der sich nach seinen beiden Einzel-Goldmedaillen gemeinsam mit Andreas Skoglund auch im Team-Sprint durchsetzte. Finnland mit Ilkka Herola und Eero Hirvonen sicherte sich Silber. Damit gingen sämtliche Medaillen in der Nordischen Kombination an Norwegen, Österreich und Finnland.
